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 Betreff des Beitrags: haufenweise Fragen
BeitragVerfasst: Fr 30. Dez 2011, 19:54 
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Registriert: Fr 30. Dez 2011, 19:26
Beiträge: 1
Hallo,
ich bin neu hier und hätte gerne einige Fragen beantwortet:
1) verwendet ihr für die Herstellung der tria-terra-Streu auch die Holzkohle aus Hauzenberg (Kinatöd)?
2) es war im Forum die Rede davon, daß die Holzkohle aus dieser Quelle sehr staubt, wie kann damit umgegangen werden, ohne daß man jedesmal total schwarz wird?
3) ist die Körnung (staubfein) für die Herstellung von Terra-Preta überhaupt die richtige?
4) Kann Terra-Preta auch ohne EM hergestellt werden?
5) falls ja, ist dann Heißkompostierung notwendig, oder genügt normale Haufenkompostierung (aerob) ohne wesentliche Erwärmung? Mein Problem ist immer, daß ich zuwenig grünes Material habe, um eine ordentliche Erhitzung hinzubekommen.
6) Im Film "Rettung aus dem Regenwald" haben mich die Aussagen von Herrn Jürgen Reckin beeindruckt, er macht scheinbar Terra Preta ohne EM! Gibt es evtl. von Herrn Reckin irgendwas schriftliches (Buch, Skriptum, oder was im Internet) über seine Vor-
gangsweise?

Freue mich auf Eure Antworten

tommy


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 Betreff des Beitrags: Re: haufenweise Fragen
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2012, 06:20 
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Registriert: So 26. Sep 2010, 21:00
Beiträge: 188
Hallo tommy,

Na dann mal los. Ich werde versuchen einige Deiner Fragen zu beantworten.
Holzkohle = Pflanzenkohle aus Holz

1. Wir stellen TriaTerra-Streu mit der Pflanzenkohle von Schottdorf her. Die Pflanzenkohle vermitteln wir auch in BigBags (400kg). Sie wird aus Hackschnitzeln in einer Art aufrecht stehenden Futtersilo hergestellt, speziell für Terra Preta. Hackschnitzel oben rein und Luft dosiert. Unten kommt Holzkohle raus und das Holzgas wird abgeleitet. Eine sehr intelligente robuste Konstruktion.
Die Schottdorf-Holzkohle wird meist auf 0-6 mm gemahlen. Wir verwenden 0-10 mm wegen der besseren Verarbeitung.

2. Ausprobieren. Schwierig. Die Holzvergaserkohle aus Kinatöd die Du erwähnst ist bei höheren Temperaturen verkohlt (über 900 °C) und sehr fein unter 1 mm würde ich sagen. Dadurch nimmt sie schwer Feuchtigkeit auf. Man könnte sie ein Jahr im Regen stehen lassen oder öfter bewässern mit einer EM-Wasserlösung. Und natürlich immer bei Windstille arbeiten.

3. Die Holzvergaserkohle ist nicht speziell für Terra Preta hergestellt. Sie hat aber eine sehr große Oberfläche und kann große Mengen Wasser und Nährstoffe speichern. Eine etwas gröbere Korngröße wäre besser, aber die Holzvergaserkohle wird funktionieren, wenn sie richtig aktiviert wird (Nährstoffe und Mikroorganismen aufladen).

4. Jeder Kompost oder Mist Gülle mit Pflanzenkohle wird eine Art Terra Preta. Eine Steuerung der Mikrobiologie ist dabei sinnvoll, speziell Milchsäurebakterien und Pilze sind wirksam. Mikrobiologie kann mit allem möglichen gesteuert werden, EM ist nur eine breite Mischung von Milchsäurebakterien und Pilzen, die leicht verfügbar, billig und von guter Qualität ist. Komposttee, Kefir, eigene Pilzzüchtungen usw. sind ebenfalls interessant.

5. Heißkompostierung wird von einigen verwendet. Nach meiner Meinung ist der Stapelkompost mit anaerober milchsaurer Phase und dann kontrollierter Wurmvererdung wertvoller.
viewtopic.php?f=13&t=18

6. Dr. Reckin macht eine sehr spezielle Form von Terra Preta mit hochwertigen Ausgangsmaterialien reines Holz feinst geschreddert, mit Urin und eigener Mikroorganismenmischung. Siehe Vortrag.
http://www.ecosan.ph/index.php?option=c ... &Itemid=45
Er schwört auf das Schleimbakterium Bacillus subtilis zur Humusproduktion. Für eine echte Kreislaufwirtschaft in der alle organischen Abfälle verarbeitet werden ist das noch nicht geeignet.
Dr. Haiko Pieplow (Umweltministerium) mit dem wir zusammenarbeiten, ist da praktischer veranlagt.
http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documen ... _vogel.pdf
Sehr interessant ist auch das Delinat-Institut in der Schweiz mit Hans-Peter Schmidt. http://www.ithaka-journal.net/schlagwort/terra-preta

Schönen Gruß Marko http://www.triaterra.de


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