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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Fr 29. Aug 2014, 13:00 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Ja,

dieser Sache mit Kalkmilch oder Holzasche sollte man weiter nachgehen. Sind ja Beide basisch. Scheint schon was dran zu sein.

Die Tomaten im Beet kann ich aufgeben. Die in den Töpfen sind auch befallen, aber es geht noch. Hab gestern aber entdeckt, dass die grösste Ochsenherz total schwarzen Stengel unten an der Erde hat (mag neue Schreibe "Stängel" nicht...). Zieht sich schon hoch bis zur Verzweigung. Noch welkt sie nicht, aber was tun?? Ganz trocken geht auf Dauer ja nicht.

Hab sie zunächst ganz dick mit Holzasche eingerieben: Feucht gemacht mit Spucke - die hat auch hilfreiche Stoffe, und dann Asche dran geklebt. Dann erst mal nicht gegossen, gibts halt jetzt etwas Trockenstress. Will versuchen, nicht mehr Erde oben zu gießen, sondern unten in den Untersetzer.

Ist alles mehr Aufwand, aber betrachte es noch als Lehrgeld. Nur auf die Dauer kann man nicht für jede einzelne Tomatenfrucht ne Stunde investieren. Dann wird halt der Bioladen bissl was verdienen. Aber schade, hab schon Samen für paar nette Sorten nächstes Jahr gesammelt. Doch noch besteht Hoffnung... :-)

Danke für den Austausch und alle Ideen! Zum Glück ist unser Leben nicht gefährdet, wie beim großen Hunger durch Fäule 1840 in Irland. Und heuer in anderen Teilen der Welt. Viell kann TP ja wirklich helfen??

Beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Sa 30. Aug 2014, 08:23 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Wenn die Pflanzen befallen sind- dann würde ich als letzten Versuch alle Früchte ernten- alle, die noch grün und gesund erscheinen,einzeln in Papier wickeln, dunkel und kühl in Schachtel oder Kiste packen und versuchen, sie nachreifen zu lassen. Sobald sie sich ins leicht rötliche verfärben- kühl und warm - es fehlt ein wenig der Geschmack der Sonne- aber die Tomaten aus den Treibhäusern überschlagen sich auch nicht unbedingt mit ihrem Tomatengeschmack.

Denn wenn die Krankheit in die Früchte kommt, kannst du sie vergessen. Von solchen Früchten auch sicherheitshalber keinen Samen aufbewahren.

Ja, es stimmt, wir können heute zu jeder Zeit alles kaufen- aber dennoch Tomaten aus dem eigenen Garten sind anders vom Geschmack.


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Mo 1. Sep 2014, 13:23 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Danke für den Tomaten-Tipp!!

Werd schaun, ob ich noch was retten kann.

War vor kurzem in einer gewerblichen Gärtnerei mit viel Tomaten-Anbau unter Glas. Selbst dort gab es einzelne Flecken auf Blättern, aber für den Ertrag nicht relevant.

Die Gärtnerin meinte, dass alle privaten Nachbarinnen die Fäule hätten. Jetzt im Frühherbst würde bereits der Tau nachts auf Blättern für einen Befall ausreichen. Heuer muss es extrem sein... Bei einer Verwandten springt die Fäule sogar schon auf Gurkenblätter über, hat sie gesagt (obwohl Gurken Kürbis und nicht Nachtschatten sind). Gut, wenn Dein Glas noch schützt!! Drück die Daumen!

Sie meinte auch, über 30 * C würde die Fäule absterben. Aber solche Temperaturen gibt's heuer ja höchstens im Treibhaus.

Hab mal einen Film über Tomatenkulturen in den Golfstaaten in der Wüste gesehen. Mit Schläuchen und Tröpfchenwasser. Die Pflanzen ganz dicht und geduckt am Boden. Durchweht von heißen Wüstenwinden. Da hat die Fäule sicher keine Chance. Müssen die reinsten Zuckerbomben sein, bei der Sonne und Wärme... Nützt uns halt nur nichts.

Das befallene Kraut verbrenne ich nach Trocknen. Na, ist wohl eher eine symbolische Handlung ;-) Die Früchte kommen in die Biomülltonne. Ist aber auch das Einzige aus dem Garten (ok, manchmal Rosenschnitt, wenn ich nicht verbrenn. Weil die Dornen im Kompost unter Fingernägeln so gut tun ;-) Samen von kranken Früchten nehm ich auch nicht mehr.

Weiß aber eh nicht, ob fleißige Bienchen mir nicht meine Sorten durcheinander kreuzen. Das sieht man den Früchten nicht an. Die Tomatenfrucht ist der Blütenboden, also noch von der reinrassigen Mutterpflanze. Und der Samen drin kann von fremden Vätern lustig durcheinander sein.

Heuer sind auch ein paar kleine Tomaten aus dem Kompost wild aufgegangen. War eine ganz kleine dabei (Standort zu schattig), die auch ganz winzige Früchtchen gebildet hat. Viel kleiner als Kirschtomaten. Sah aus wie eine Wildpflanze, wobei ich echt wilde noch nie gesehen hab. Weiß nur nicht, ob das wg. der kümmerlichen Mutterpflanze war, oder ob da wieder was "wildartiges" ausgemendelt ist? Man könnt sich echt damit vergnügen, wenn man sonst nichts hätt ;-)

Fäule vorbeugen durch Verbrennen oder wegwerfen ist wohl nur symbolisch. Denke, dass spätestens heuer der ganze Boden in unserem kleinen Garten gepudert ist mit Sporen. Viell bauen wir mal um, und es langt doch für ein Treibhaus?

Na ja, so gibt's immer was zum Tun ;-)

Beste Grüße, danke und viel Freude
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Mo 1. Sep 2014, 22:11 
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Registriert: Do 13. Jan 2011, 12:32
Beiträge: 107
Hallo Erdfreund !

Warum gießt Du nicht mit Ema, das frisst ja alle Pilzsporen weg ? Damit bist du immer auf der sicheren Seite. Ich schneide meine Tomatenstauden klein und gebe sie auf den Kompost, den ich auch immer wieder mit Urgesteinsmehl bestreue und Ema gieße.

lg. elis


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 00:53 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo elis,

bekämpft EMa die Krautfäule? Bei den Sporen im Boden, oder auch in der Pflanze? War mir noch nicht bekannt.

Habe EMa bisher in mein "Schnell-Bokashi" für den Rasen gegeben. Habe noch eine halbe Flasche. Magst Du sagen, wie man da sinnvoll vorgehen könnte?

Danke auf jeden Fall für den Hinweis!

Lg
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 11:15 
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Registriert: Do 13. Jan 2011, 12:32
Beiträge: 107
Hallo Erdfreund !

Ich dachte immer, ihr seid alle EM-Anwender ? Jetzt wo die Krautfäule da ist ist es schon zu spät. Aber um sie gar nicht erst zu bekommen nutzt sie was. Die effektiven Mikroorganismen fressen ja alle Pilzsporen und sämtliche anderen Gifte weg. Du solltest jetzt im Herbst schon anfangen und viel damit gießen. Die ganzen, mit Urgeisteinmehl bestreuten, gemulchten abgeernteten Beete. Da darf die Konzentration ruhig höher sein. In der Wachstumsphase gießt man ja wöchentlich mit einer Vedünnung 1 :200. Jetzt im Herbst und im zeitigen Frühjahr, wenn noch nichts auf den Beeten ist, kann die Konzentration ruhig viel höher sein. So 1 : 10 z.B. Also 1 l Ema auf 10 l Wasser. Dann kommen viel Mikroorganismen in den Boden und können da schon wirken. Darum muß der Boden immer gemulcht sein (auch unterm Jahr), damit die immer was zu fressen haben. Dann bleiben sie am Leben. Wenn Du die Beete dick mulchst im Herbst, bleibt der Boden lange warm und die Mikroorganismen und Regenwürmer bleiben lange oben und sind fleißig. Du fütterst damit auch den Regenwurm das ist ja unser fleißigster Helfer. Ich habe keine Probleme mehr mit irgendwelchen Pflanzenkrankheiten, weil die Mikroorganismen das alles wieder ins Gleichgewicht bringen, zusammen mit dem Urgesteinsmehl. Das ist übrigens wichtig, das dient als Hotel, es hat eine immense Oberfläche für die Mikroorganismen.

lg. elis

So sieht mein Gemüsegarten im Winter aus, dick abgedeckt und schön warm


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 13:58 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Danke, elis!

habe EM mal vor 10 Jahren probiert, dann wieder auf sich beruhen lassen. War damals auch noch nicht so weit entwickelt wie heute - zumindest was ich wusste. Jetzt hab ich wieder eine Literflasche von triaterra. Ist nicht viel, ich weiß.

Wollt ich überall damit gießen, bräucht ich - trotz der Verdünnungen - eine Menge. Liefe schon etwas ins Geld. Oder selber vermehren, ist aber aufwandsmäßig auch nicht ohne. Sicher hast du Deine Produktion schon gut systematisiert. Bei mir ist immer noch Aufbauphase und Probieren, das dauert noch. Rohe, bearbeitet stückige und Pulver-Kohle, gesammelte und pürierte Küchenreste, EM, Goldwasser-Lagerung, Siebvorrichtungen, Bokashi-Eimer zum Gießkohle-Reifen, Gießvorrichtungen, den ganzen "normalen" Kompost und Zubehör, da kommt schon was zusammen. Hab inzwischen eine richtige Eimer-Töpfe-Ecke ;-) Geht also alles nur peu a peu.

Hatte bisher auch noch nicht gewusst, dass EM Krautfäule-Befall bei Tomaten verhindern kann. Wenns klappt, prima! Würd mich auf nächstes Jahr gern mal einarbeiten... Hätt dann auch noch paar Fragen. Warum man dauernd EM nachgießen sollte, wenn sie doch gut gefüttert werden? Ob sie nicht mehr für den anaeroben Bereich gedacht sind? und so halt ...

Deine Gemüsebilder und die Beete sehen natürlich spitze aus, beneidenswert! Das Herbstbeet ist ja ein richtig warmes Bett! Danke dass Du sie ins Forum stellst! Der Erfolg zeigt, dass es bei Dir klappt!!!

Bei uns stehen noch lange Stauden und Stengel im Winter. Der Mulch reicht dann nicht für Alles, aber die Stengel schützen ja auch ein bissl wie ein Haarpelz.

Also ich sammel jetzt einfach mal gute Ideen und taste mich ran. Bin mal gespannt, wo wir noch landen?!

Danke und LG!
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 15:17 
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Beiträge: 107
Hallo Erdfreund !

Frag doch mal die Nachbarn oder geh Laubrechen zu den Nachbarn und nimm es zum mulchen. Das ist höchst wertvoll. Manche fahren auch ihren Rasenschnitt auf den Wertstoffhof. Wenn die wissen, das Du den nimmst, die freuen sich, das sie ihn nicht wegfahren müssen und Du hast genügend Mulchmaterial. Meine Beete sehen untern Jahr auch so aus, nur die Mulchschicht ist nicht so hoch wie im Winter. Dadurch brauche ich nicht mehr hacken, weniger gießen und habe immer ein reiches Bodenleben, viele Würmer und darüber freue ich mich.

lg. elis

Ich hoffe, auf dem Bild sieht man den Mulch, das ist schon vom Juni.


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 15:18 
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Registriert: Do 13. Jan 2011, 12:32
Beiträge: 107
Da glaube ich sieht man den Mulch näher.

lg. elis


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Gemüsegarten 29. Mai 2010 02.jpg [ 78.12 KiB | 1935-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Holzasche
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 16:59 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Ja danke, elis,

das sieht wirklich spitze aus!! Den Pflanzen geht's gut, sieht man, dem Boden sowieso! Ja, darüber kann man sich freuen!!

Bekomme auch Rasenschnitt aus einem anderen Garten. Ist gut, aber nicht genug. Den eigenen Rasenschnitt hab ich oft zum Mulchen verwendet. Jetzt lass ich ihn dem Rasen, zerteile ihn nur mit dem Rechen, damit keine Batzen das Gras ersticken. Viell. wollen die Würmer ja nicht immer nur Kohlebrei, sondern auch mal nen anständigen Halm futtern? ;-)

Die Nachbarin hatte neulich einen Anhänger voll Efeu und Wildem Wein drei Tage im Regen vor der Haustür stehen. Hab bissl neidisch drauf geschaut und überlegt, sie zu fragen. Gab allerdings auch die Meinung, das gibt Gerede im Dorf, wenn ich Nachbarn "den Müll" entsorge. (Kann auch was dran sein, auch wenn es Werte sind). Na, dann hab ich sie halt doch zum Kompostplatz fahren lassen. Viell. müsst ich mal vorbeugend erst "über den Zaun" sondieren?

Aber unser Efeu müsste auch dringend mal wieder zum Friseur. Gibt also noch genug Nachschub, wenn mal ein Wochenende frei ist.

By the way: Das Forum ist übrigens auch toll. Die schönen Bilder, die man reinstellen kann. Rechtschreibunterstützung beim Schreiben, Vorschau, Möglichkeit zu korrigieren, Suchfunktion usw. Gehört auch mal wieder gesagt :-)

Von den tollen Beiträgen ganz zu schweigen. Das Alles brauchts. Macht Freude. Einen herzlichen Dank an Marko Heckel und Alle!

LG
Erdfreund


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