Terra Preta Forum

Informationen und Erfahrungen rund um das Terra Preta Phänomen

 
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 Betreff des Beitrags: Re: EM überflüssig?
BeitragVerfasst: Mi 12. Okt 2016, 07:40 
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Registriert: Mi 24. Nov 2010, 13:54
Beiträge: 35
Hallo!

Beobachtet man die EM - Szene stellt man fest, EM ist der Einstig zum Ausstieg.
Denkt man weiter mit der Anwendung der Mikroben wird man erkennen dass dann der Ausstieg vom Einstieg mit EM, in die Welt der Mikroben erfolgt, was als logische Weiterentwicklung angesehen werden kann.

EM ist der Schlüssel zum Aussteigen aus den eingefahrenen Denkmustern aber nicht das Ende einer Entwicklung. Die Weiterentwicklung wird zu einem geschlossenen Betriebskreislauf führen der keine Inputstoffe braucht und somit auch kein EM, aber angepasste hofeigenen Mikroben fest in den Kreislauf mit einbaut.

EM ist der Beginn einer Entwicklung und wird mit dem Erlernen der Anwendung in ein neues Denken münden. Dieses Denken führt schließlich zur Entwicklung und Anwendung von Optimierungsstrategien auf der Basis der Mikrobiologie.
(meine Meinung die nicht geteilt werden muss…. )


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 Betreff des Beitrags: Re: EM überflüssig?
BeitragVerfasst: So 5. Feb 2017, 20:58 
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Registriert: So 20. Mär 2016, 13:02
Beiträge: 11
Vielen Dank für die interessanten Beiträge. Ich habe das bereits mehrere Male gelesen, wollte aber mit der Antwort ein wenig warten, um nicht in den Verdacht der zuvielen Zeit zu kommen.

Oben war mal die Frage nach Erfahrungen gestellt worden. Genau solche trieben mich zu diesem Thema und der damit verbundenen Frage an. Ich persönlich habe den Begriff "Terra Preta" im Januar 2015 kennengelernt. Prompt habe ich mir von dieser Seite Tria Terra-aktiv und -Streu besorgt und begonnen, meinen Komposthaufen umzuwühlen und zu durchmischen (Winter haben wir ja erst in diesem Jahr wieder mal).
Generell hatte ich mich für die auch auf dieser Seite empfohlene Variante Stapelkompost entschieden.

Um es kurz zu machen: Ob mit dem neu durchmischten Kompostansatz aus dem Herbst (Herbstlaub Obst + Walnuss, Holzhäcksel, Grasschnitt, Garten- und Küchenabfälle) oder ob mit weiteren frischen Ansätzen ab Frühjahr - meine Haufen wurden signifikant warm, gemessen habe ich erst später. Das, trotzdem ich die Haufen derart verdichtet habe, dass es die Seitenwände übelgenommen haben.

Diese Wärme ließ mich dann zu der Vermutung kommen, die auch einer hier im Forum geäußerten Meinung entspricht, dass oberhalb 40 Grad Celsius die Milchsäurebakterien Probleme haben und ihren Dienst nicht tun können. Daher liegt dann der Gedanke, dass man auf deren Zugabe unter solchen Verhältnissen verzichten kann, nahe, zudem dann auch die eingangs zitierte Studie eine ähnliche Schlussfolgerung nahelegte.

Ich habe aus den Hinweisen noch einmal entnommen, dass EM durch ihr Wirken sicher Fäulnisprozesse unterbinden. Da kann ich meine vorhandene Restmenge auch gezielt einsetzen.
Allerdings bedeuten Kompost und Heißrotte nicht zwingend Fäulnis und üble Gerüche. Dies wurde bei der Methodik von Sonnenerde anerkannt, und ich halte gemäß meiner Schilderung am Anfang zumindest die thermisch aktive obere Schicht meines Kompostes in Bewegung und Durchlüftung. Zudem setze ich ja auch Pflanzenkohle ein (Verbrauch 1200 Liter von 02/2015 bis 06/2016). Diese bindet auch im Heißkompost so allerlei.

Der Hinweis "kostet auch nicht viel" ist dann auch relativ. Wie man am genannten Pflanzenkohleverbrauch bei etwa knapp 10-prozentiger Beimischung ablesen kann, bewege ich mich im Umfang etwas oberhalb der Blumentopfgärtnerei, und da sind Ausgaben außerhalb eigener begeisterter Tätigkeit schon relevant - um so mehr, wenn man in solchen Zusammenhängen idealistisch verklärt davon spricht, Wüsten zu begrünen und per Kohlenstoffbindung im Boden die Welt vor der CO2-Klimakatastrophe zu bewahren.

Bezüglich der vermuteten Nährstoffverluste wegen der Heißrotte bin ich entspannt, weil ich primär Dauerhumus (bzw. ein Ausgangssubstrat dazu) zur flächenhaften Ausbringung erzeugen möchte und nicht einen Dünger, der zwischen ein paar Pflanzen verstreut wird.
Die Ausbringung erfolgt in meinen Fall nicht auf einem Ödland, sondern in einem Garten, der seit Jahrzehnten als solcher bewirtschaftet wird, davon im letzten Jahrzeht von mir. Kompostzugaben und Gründüngung zzgl. Kunstdünger gab es auch schon vor dem "Wissen" um Terra Preta , auch wenn sich mit der jetzigen viel tieferen Beschäftigung mit dem Leben im Boden da Verschiebungen ergeben haben. Somit würde ich eher mit einer Überversorgung mit Nährstoffen rechnen als mit einer Unterversorgung, und ein vermehrter Dauerhumus, so er entsteht, würde da in meiner Einbildung eine äußerst positive Rolle spielen.

Dass bei einer Bokashi-Vererdung nicht ähnliche natürliche Verluste entstehen wie einer Heißrotte, ist bisher auch eher eine Vermutung als ein Fakt. Bei einem Heißrottekompost kann man das sehen und riechen, weil solche Vorgänge geballt auf kleinem Raum und in kurzer Zeit erfolgen. Wenn man das zeitlich und räumlich verteilt, wird es vergleichbare Vorgänge geben, aber die Wahrnehmung ist dann eine andere, nämlich eine Nichtwahrnehmung.
Man stelle mal einen Anhänger voller frischer Silage auf einen Markt einer beliebigen Stadt. Ich vermute, das Entweichen von Ammoniak & Co., also von Nährstoffen, bleibt nicht unentdeckt.

Soweit mein Statement zur Ergänzung des Startbeitrages.

Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard


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