Terra Preta Forum

Informationen und Erfahrungen rund um das Terra Preta Phänomen

 
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 Betreff des Beitrags: Herbstrückschnitt Verwertung
BeitragVerfasst: Sa 8. Okt 2016, 12:40 
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Registriert: Fr 7. Okt 2016, 11:22
Beiträge: 2
Ich habe seit diesem Frühjahr 4 Behälter a ca. 130 l Terra Preta hergestellt und lasse es gerade vererden. Sieht alles sehr gut aus. Nun wollte ich in die Runde fragen, wer mir einen Tipp geben kann, was ich mit meinem Herbst - Rückschnitt am besten mache?
Ich habe sehr viele Tomatenpflanzen und Engelstrompeten, neben dem üblichen anderen Herbstrückschnitt. Ich denke daran alles zu häckseln und dann entweder als Mulch über die abgeräumten und gelockerten Beete zu verteilen. Oder meint ihr, ich kann, evtl. auch nur einen Teil davon in meinen Tonnen luftdicht verschlossen und mit EM besprüht aufheben um es dann im Frühjahr für die Bette oder zur weiteren Terra Preta Herstellung zu nutzen? Was denkt ihr macht mehr Sinn? Oder jetzt im Herbst gleich Tera Preta , also mit Holzkohle neu ansetzen? Ich denke dazu ist es jetzt schon zu kalt, oder dauert das einfach nur länger und wird dennoch was?
Über eine kurze Info wäre ich dankbar. Gruß Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Herbstrückschnitt Verwertung
BeitragVerfasst: Sa 8. Okt 2016, 16:35 
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Registriert: So 5. Jan 2014, 11:08
Beiträge: 24
Hallo,ich schreibe Dir mal, was ich machen würde.
Meine abgeräumten Beete werden nie frei belassen, ich decke mit Abfall aller Art( Kirschlaub, Lndenlaub,kleingeschnittes vom Beet.....also alles was über das Jahr an Grünzeug anfiel, ab.
Damit habe ich gute Erfahrung gemacht.Du glaubst nicht wie viel über Winter noch von den Bodenbakterien verarbeitet wird. Das ist aber eben nicht die deutsche=Ordentlichkeit=!!!!
Ich sehe aber wie gut mein Boden in den letzten Jahren geworden ist. Ich grabe seit 10 Jahren nicht mehr um und trotzdem ist er locker..
Dein Abfall aus Tomaten und Engeltrompete...entweder häkseln und über die Beete streuen, oder auch noch mal ein neuer Ansatz zu Terra Preta in Deinen Fässern.
Im Winter nimmt die Aktivität der Mikroben ab, ruht wohl auch bei weniger als 5 Grad, aber wenn die Fässer luftdicht verschlossen wurden, beginnt im Frühjahr alles wieder zu fermentieren.
Einen Teil der Abfälle fülle ich aber auch noch mal in Fässer, lasse diese über Winter stehen und habe dann gleich fürs neue Gartenjahr einen Ansatz für zeitigen Einsatz vorm Pflanzbeginn.
Keine Angst ich mache dies seit Jahren erfolgreich.
Deine hergestellte Terrapreta würde ich über Winter unter einer Folie weiter vererden lassen. Du kannst eigentlich nichts falsch machen.
Auf meinem Grundstück steht ein alter Kirschbaum. Da fällt viel Laub an. Dieses kehre ich seit Jahren in meine ganzen Rabatten mit Stauden. Im Frühjahr ist nicht mehr viel da. Erst nach der Winterperiode wird der Rest auf den Kompost verbracht.( Das ist nicht viel!)
Gleich noch eine andere Info.
Seit ca. 5 Jahren fermentiere ich im Herbst auf Arbeit kleingeschreddertes Lindenlaub.Wir saugen das auf und dabei wird es kleingehächselt um mehr auf den Hänger aufladen zu können. Dann wird es in eine Art Silo gekippt ,verdichtet per Körpergewicht und natürlich mit EMA besprüht. Mit Folie abgedeckt und mit alten Autoreifen beschwert.
Dann verwerte ich es etwa ab Sommer mit Erde , Bokashi, Holzkohle in meine Grünanlagen. Leider kann ich nicht soviel herstellen, wie benötigt wird.(7ha Fläche)
Das Aussehen zeigt mir aber, es wurde alles richtig gemacht.
Eine weitere gute Sache ist Laubabfall auf den Bepflanzungen und Beeten zu belassen.
Es war ein schwerer Weg, den Leuten begreiflich zu machen, das von den Bodendeckern -in diesem Fall riesige Efeubepflanzungen -das Laub im Herbst der Bäume nicht alles rausgepustet werden darf. Wie entziehen damit die Nahrungsquelle unserer Bodenbakterien.
Dies ist eben wieder unserer deutschen Sauberkeit geschuldet.
Das Laub von Eichen sollte aber entfernt werden.(Gerbsäure) Dies gehört auf den Kompost zur Vererdung.

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Herbstrückschnitt Verwertung
BeitragVerfasst: So 9. Okt 2016, 12:57 
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Registriert: Fr 7. Okt 2016, 11:22
Beiträge: 2
Vielen Dank, das hat mir schon sehr geholfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Herbstrückschnitt Verwertung
BeitragVerfasst: Mi 12. Okt 2016, 21:37 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 223
Die beste Speicherung ist imho direkt auf oder in der Erde. Strauch- und Baumschnitt sind
inzwischen meine wichtigste Resource, Haupterntezeit ist der Herbst. Ich schneide das
grobe Holz 'raus mit Hippe (tolles Werkzeug!) oder Kettensaege zum Heizen und alles andere wird gehaeckselt. Fuer krautiges Zeug ist dazu immer noch der Rasenmaeher am besten; einfach
duenn am Rasen ausbreiten und darueberfahren. Dann schuette ich die Hackschnitzel in
einem Haufen, bevorzugt dort wo ich sie dann Ende des Winters/Anfang Fruehjahr vergrabe. Mit in den Haufen kommen je nach Verfuegbarkeit gleich Zuschlaege mit 'rein; etwas Holzasche,
Gesteinsmehl, und vielleicht Holzkohle(die aber meistens erst im Fruehjahr beim Eingraben.
Nach dem Winter waehrend der Zeit der letzten Nachtfroeste und so 3-4 Wochen vor dem Auspflanzen grabe ich dann das Beet stueckweise 30-35cm tief auf und bringe das Gemisch
aus angerotteten Hackschnitzel und Zuschlaegen ein, mische etwas Erde dazu, und schuette
zum Schluss ca 20cm reine Erde darauf. Impfungen mit Mikroben mache ich dabei nicht mehr.In diese Erdschicht wird ein paar Wochen spaeter gepflanzt. Mit diesem Verfahren rotiere ich im
4-Jahreszyklus durch den Flachgarten (Huegel-/Hochbeete werden anders behandelt); das heisst,
der Boden wird einmal pro 4 Jahre (gezwungenermassen) agressiv aufgegraben und die Bodenschichten gestoehrt, aber dann 3 Jahre lang nur mit der Gabel gelockert zum Entfernen
des Unkrautes.

Etwaigen Ueberschuss an Biomasse beim Eingraben nehme ich als Mulch auf anderen Gartenflaechen(Waldgarten), also jene die in diesem Jahr nicht gegraben werden. Grundsaetzlich ist der ganze Gemuesegarten ueber den Winter duenn gemulcht mit Ernterueckstaenden und Unkraut.(im Sommer natuerlich auch Mulch) Der Hackschnitzelhaufen ist natuerlich eine Stelle wo Schneckeneier ueberwintern koennen, aber bevor die im Fruehjahr ausschluepfen werden sie 20cm unter die Erde gegraben.
Bis jetzt habe ich jedenfalls keine zusaetzliche Schneckeninvasion dadurch beobachtet.

Wenn man sehr schweren oder nassen Boden hat dann kann man mit diesem Konzept vielleicht Terminprobleme im Fruehjahr kriegen; da ist ausprobieren angesagt.

Viele Gruesse!


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