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Frage zu Baum und EMa
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Autor:  Günter [ Mi 17. Jun 2015, 11:34 ]
Betreff des Beitrags:  Frage zu Baum und EMa

Hallo erst mal an alle. Bin Kleingärtner und neu hier im Forum und habe gleich eine Frage an die Runde.

Hatte zwei Jungbäume, Sauerkirsche von diesem Jahr und Augustapfelbaum vom Vorjahr. Beide sind sehr gut angewachsen und gediehen prächtig.
Beide hatte ich leicht mit Stroh ca. 5 Cm und Holtzhäcksel ca. 10 Cm gemulcht. Nach der Blüte mit je 50 ml EMa eingegossen.
Und nun sind beide innerhalb von 4 Wochen tot – alles Wurzelwerk verschwunden. Keine Bissspuren etwa von Wühlmäusen und auch keine Fäulnis auszumachen.

Kann es einen Zusammenhang zwischen Stroh und Ema geben oder kennt jemand eine andere Ursache für so etwas?

Dankbar für jeden Hinweis
Günter

Autor:  Hobbygaertnerin [ Mo 29. Jun 2015, 17:55 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Frage zu Baum und EMa

Hallo Günther,
was die Ursache am Baumtot sein könnte- meine Vermutung, 10 cm Holzhäcksel und 5 cm Strohmulch war ihnen zuviel. Um diese holzige Menge von 15 cm im Boden umzusetzen braucht es eine Menge an Stickstoff, Sauerstoff. Das fehlt den Wurzeln im Boden.
Ich mulche keinen Baum mit Stroh oder Holzhäcksel mehr, wenn dann höchstens mit einer dünnen Schicht angewelktem oder getrocknetem Gras und ein wenig Hornspäne.
Ich überlege mir eine Düngelanze zuzulegen, um die Obstbäume mit Komposttee zu versorgen.

Autor:  Marko Heckel [ Di 30. Jun 2015, 09:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Frage zu Baum und EMa

Hallo Günter,

mit EM und auch mit EM und Stroh/Häcksel kann man das nicht erklären. Man muß EM mindestens 10fach überdosieren, dann hat man manchmal Säureschäden, aber das ist bei Dir nicht der Fall.
Ein Stickstoffmangel wegen dem Stroh würde nur zu einem verzögertem Wachstum führen, aber nicht zum absterben und zum verschwinden der Wurzeln. Oberflächlich ausgelegtes Stroh/Häcksel bindet auch nicht den Stickstoff im Boden sondern eben nur an der Oberfläche.

Du schreibst es sind keine Wurzeln mehr auffindbar, aber auch keine Fäulnis oder Wühlmäuse zu finden usw. Das klingt nach Nematoden, der Maulwurfsgrille oder speziellen Schnecken oder irgend einem anderen Bodenbewohner der die Wurzeln attackiert hat.
Manchmal ist konventionelles Stroh belastet mit Herbizid oder Halmverkürzern (Hormon), danach klingt Deine Beschreibung aber auch nicht.

Ohne weitere Beobachtungen bleibt es ein Rätsel.


Schönen Gruß Marko

Autor:  Günter [ Di 30. Jun 2015, 23:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Frage zu Baum und EMa

Habe nach der Erfahrung intuitiv alles von allem Mulch befreit, auch die "stehengebliebenen" Stachelbeeren, die plötzlich auch noch weiterreifen.
Den Kirschbaum gekürzt und den Apfelbaum (auch kurzgeschnitten und in einem Eimer gegen Tiere geschützt) einfach wieder in den Boden gestopft, der jetzt wieder vorsichtig zu sprießen scheint.
Werde beobachten und berichten.
Im Moment verdächtige ich am meisten den Stroh, bzw. sein "Hormon-Huckepack"
ps
Letztes Jahr spross die Gerste aus dem Stroh desselben Bauern, heujar nix...
LG Günter

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