Terra Preta Forum

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 Betreff des Beitrags: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Fr 16. Mai 2014, 03:07 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Ich habe letzten Winter damit begonnen, mich mit 'Terra Preta' und 'Kohlebokashi' auseinanderzusetzen und brenne Holzkohle im Holzofen(Blechdose ~3 Ltr, 2mm stark,St 37/S220, elektrodenverschweisst) seit dem spaeten Winter. Was ich genau mache, ist zugeschnitten auf meine individuellen Rahmenbedingungen, kann aber durchaus auch fuer Andere informativen Wert haben. Der Bericht reflektiert den momentanen Status.

Primaere Anwendung ist die Bodenaufbereitung in meinem entstehenden Waldgarten (100+ m2). Der Boden ist sehr gut drainierend, enthaelt ca. 25-30 Vol% Steine ab 5 cm (bis 50 cm), darueber liegt eine sehr duenne Grasnarbe. Er wird per Hand 30 cm tief Stueckweise aufgegraben, dann Steine raus und Bokashi rein(~100 Ltr/m2). Dadurch soll der Boden das Wasser besser halten und natuerlich mit Humus angereichert werden. Neupflanzungen von Straeuchern und Baeumen erfolgen vorerst in Flecken von konventionell biologisch aufbereiteter Erde(Kompost und einjaehriger Pferdemist); das heisst, auch wenn etwas schiefgeht mit dem Bokashi hat die Erde einige Zeit um die Sache zu verdauen bevor die Wurzeln ins Bokashi muessen. Probeweise verwende ich auch im Gemuesegarten auf kleinen Flecken Bokashi.

Bisher habe ich Rasenschnitt von bis zu 5 Haushalten, Unkraut incl. Wurzeln, duerres altes Laub, frischen Pferdemist, und Pflegeschnitt von Wildland(Forstsense) in extrastarken schwarzen Plastiksaecken angesetzt, wie hier beschrieben:

viewtopic.php?p=996&sid=eabd3123a1e0d5eb899cc9fa155a481a#p996

Bis jetzt habe ich 1500 Ltr angesetzt; davon sind 500 Ltr bereits im Boden und der zweite Batch von 500 Ltr folgt demnaechst nach. Der dritte Batch ist gerade voll geworden und die Fermentierzeit laeuft. Allerdings sind die Saecke eine Plage beim Befuellen und entleeren, und darum wechsle ich jezt zu Hardshell-containern:

Ich unterteile einen meiner beiden eingefassten und abgedeckten Kompostplaetze (1,5 x 1.0 x 1.0 m) durch zwei Trennwaende in drei Abteile a 0,5 x 1,0 x1,0 m, jedes innen verkleidet mit alter Plastikplane; und befuelle sie der Reihe nach indem ich das Material schichtenweise (~10 cm gestampft) einbringe und auf die gestampften Schichten abwechselnd Asche, Holzkohle(nominell 0/10 mm) und Impfloesung auftrage. Sowie ein Abteil voll ist beginne ich das Naechste. Die fertig fermentierten Abteile werden laufend entleert.

Zum Impfen verwende ich selbstgemaches Sauerkraut; ein Essloeffel Sauerkraut(saft) in 6 Ltr (emaillierter Topf) Naehrloesung ein bis zwei Wochen lang propagiert bei Temperaturen von mindestens +10*C. Die Abwesenheit von Photobakterien im Sauerkraut ist natuerlich ein Abstrich, aber dafuer kann ich das nur mit lokal verfuegbaren Mitteln machen (eine Vorliebe von mir). Fertiges Rezept fuer die Naehrloesung gibts dank Marko Heckel hier:

http://www.triaterra.de/epages/62153231 ... Vermehrung

Ich nehme einfach nur 300 gr Zucker(Gemisch aus Rohrzucker und Normalem), 12 gr Salz und ein Schuss Essig auf 6 Ltr chlorfreies Wasser(Leitungswasser auf ca 80-90*C erhitzen, Zucker & Salz rein, und ohne Deckel abkuehlen lassen). Nach dem Essigzusatz hat die Loesung pH5-5,5, sobald sie handwarm ist kommt ein oder zwei Essloeffel Sauerkraut(saft) hinein und so nach ein bis zwei Wochen Sauerkrautpropagierung faellt sie auf pH4 oder etwas weniger ab. Die fertige Loesung wird noch mit zwei Teilen Regenwasser verduennt und in die zu vergaehrende Biomasse eingebracht, etwa 10 Ltr auf 100 Ltr gestampftes Material. Nach einigen Wochen ist das fermentierte Kohlebokashi ebenfalls bei pH4 oder etwas darunter. Weisse nadelfoermige Pilzausbluehungen sind zu beobachten, Sickersaft entsteht mit der Sauerkrautmethode kaum. Sobald es in der Erde vergraben ist steigt der pH wieder; nach 30 Tagen in der Erde habe ich Bokashi aus frischem Pferdemist gemessen bei pH7. Regularis regularis waren zumindest in direkter Naehe, wenn nicht schon drinnen(hab dann nicht mehr allzuviel herumgegraben).


Das fertige Bokashi hat nach Stampfen und Fermentieren etwa ein Zehntel des Volumens des lose geschuetteten Ausgangsmaterials und eine geschaetzte Rohdichte von etwa 1 kg/Ltr. Das ist deutlich mehr als klassischer Kompost, wobei die Dichte sicher teilweise eine Folge des Hoeheren Wassergehaltes beim Bokashi ist.(Vgl.: beim kompostieren schwindet das Volumen um den Faktor 20 bis 30, je nach Haeckselgrad des Ausgangsmaterials). Selbst wenn das Bokashi beim anschliessenden Verereden mehr schwinden sollte als der Rohkompost, bleibt bei der Bokashimethode mehr zurueck als beim Kompostieren; vielleicht so 50-70% mehr. Der groesste Vorteil beim Bokashi ist fuer mich aber die Moeglichkeit ploetzlich anfallenden Rasenschnitt leicht und Geruchsfrei verarbeiten zu koennen (Rasenschnitt kompostieren ist nicht sehr leicht). Zwar riecht das fertige Bokashi beim Eingraben schon etwas streng, aber das ist nichts im Vergleich zu faulendem Rasenschnitt. Ausserdem ist der Geruch weg sobald es von Erde bedeckt ist und solange es im Sack/Container ist riecht es auch praktisch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Mi 21. Mai 2014, 21:27 
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Beiträge: 227
Nachtrag 1.0:

Ich vergrabe gerade meinen zweiten grossen Batch Bokashi (~500 Ltr, hauptsaechlich aus Rasenschnitt). Solange das Bokashi mehr oder weniger luftdicht eingepackt ist haelt sich der spuerbare Geruch (sehr) in Grenzen. Sobald ich es aber auspacke um es zu vergraben gibt es doch sehr strengen Geruch, nach Bokashi eben und nicht nach faulem Rasenschnitt. Und das so lange bis es wirklich komplett von Erde bedeckt ist; je waermer das Wetter desto staerker der Geruch. Zwar ist das nachbarliche Kriegsbeil noch begraben aber auf diplomatischer Ebene gibt es beginnende Thematisierung.....

Das Erste was mir dazu einfaellt ist, die Bokashivergrabung immer als Blitzkrieg im Morgengrauen zu machen. Ich kann auch versuchen beim Ansetzen Erde mit hineinzupacken zur Geruchsbindung.

Hat jemand Ideen zur Loesung des Geruchsproblems?


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Fr 30. Mai 2014, 07:55 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Nachtrag 2.0

Ich habe begonnen, den Rasenschnitt direkt vor Ort final in vorher ausgehobenen Erdgruben, ~35 cm tief, zu fermentieren und auch vererden zu lassen. Dazu wird der Rasenschnitt so wie er anfaellt frisch in Schichten gestampft und gleich mit wiederum gestampfter Erde bedeckt. Schichtdicke nach dem Stampfen etwa 10 cm, sowohl Biomasse als auch Erde.

Grosse Probleme sollte das eigentlich nicht geben; auch die Amazonier haben es ja direkt in der Erde gemacht und Auswaschrisiko habe ich nur unsignifikant. Die Vorteile sind weniger Arbeit und ein geloestes Geruchsproblem bei jeder Art von Wetter. Die Nachteile sind schlechtere Verdichtbarkeit beim Stampfen und vielleicht eine langsamere Vererdung.

Ich versuche, etwa 1 m3 (locker geschuettet) Rasenschnitt pro m2 einzubringen. Dazu schuette ich frischen Rasenschnitt in die bereitstehende Grube, darauf kommen die Zuschlaege und zwei-drei Schaufelvoll Erde pro m2, dann das Ganze durch leichte Schlaege mit der hochkantigen Schaufel einrieseln lassen und stampfen. Beim Stampfen hilft angiessen mit etwas Regenwasser und fein verteilte Erde in der Biomasse. Vielleicht in Zukunft mit etwas Erdschlaemme angiessen dafuer....

Dann die Impfloesung draufgiessen und die blanke Erdschicht darueberstampfen. Spaeter kommt darauf die naechste Schicht Rasenschnitt, usw. Der Rasenschnitt laesst sich, wenn er Nass ist und fein verteilte Erde enthaelt, auf ein Drittel oder Viertel des anfaenglichen Volumens verdichten. Also, 3 Schichten a 10 cm ergeben etwa 1 m3 lockeren Rasenschnitt pro m2 Boden. Dazwischen/darueber noch drei Schichten Erde a 10 cm, und so wird aus der Grube ein flacher Huegel der sich langsam wieder setzt im Laufe der Zeit. Stauch/Baum-pflanzungen erfolgen in Inseln aus normal biologisch aufbereiteter Erde; so muessen die Wurzeln nicht allzu bald ins werdende Kohlebokashi.



Betreff des ganz oben erwaehnten Kohlebokashi' aus frischem Pferdemist, nicht laenger als 5 Wochen im Fruehling in schwarzen Plastiksaecken vergohren und dann mit ~pH 3,8 im Boden vergraben, nach 30 Tagen in Boden gemessen mit pH 7: Nach 25 weiteren Tagen sind die Pferdeaepfel teilweise zerfallen und Regularis regularis sind definitiv praesent.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Mi 16. Jul 2014, 15:50 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo Erdgeist,

zum Thema Rasenschnitt:

Ich habe nur geringe Mengen aus dem Kleingarten, daher vermutlich nicht vergleichbar mit Deinen Erfahrungen im m³-Bereich. Außerdem verwende ich den Schnitt derzeit als Bodendeckung für Tomaten - mit gefühlt sehr gutem Erfolg.

Gleichwohl eine Beobachtung aus dem Kompost: Habe Rasenschnitt früher in einer cm-dicken Schicht verdichtet und mit Erde abgedeckt gegen Geruch. Gerne auch feucht gehalten. Später beim Umsetzen war die Schicht klebrig schmierig verbacken, vermutlich ziemlich arm an Sauerstoff und voller leuchtend roter Kompostwürmer Eisenia fetida. Nach dem Umsetzen war der Rasen dann ruckzuck vererdet. Also ganz anders als herkömmliche Kompost-Empfehlungen "locker - luftig - mit Grobstrukturen - Sauerstoffreich". EM habe ich damals nicht verwendet. Vermutlich gabs aber Gärung durch spontane Mikroben.

Die gleiche Erfahrung habe ich im Herbst mit Eichenlaub gemacht. Auch hier "gegen die Linie" die Blätter in Schichten ungelockert und feucht-nass in den Kompost gebracht und mit Erde abgedeckt. Eiche hat Gerbsäuren und soll sehr schwer kompostierbar sein. Im Frühjahr gabs dann verklebt zusammengebackene Laubschichten mit Massen Kompostwürmern dazwischen. Klebrig sind Bakterien-Schichten, die offenbar eine hervorragende Nahrung für die Würmer sind. Ihre intensiv rote Farbe stammt vom Hämoglobin, das den Rest-Sauerstoff aus der Umgebung nutzt. So kommen die Würmer bestens mit dieser nach Lehrbuch eher "unguten" Situation zurecht. Einmal umgesetzt waren die Blätter im warmen Frühjahr nach 4 Wochen Erde. Und die meisten Würmer abgewandert zu anderen Wirkstätten im Kompost.

Trockenere Blätter im Luftbereich waren dagegen noch weitgehend unzersetzt.

Ich weiß nicht, ob die Beobachtungen für Deine Bedingungen was nützen.

Beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Fr 18. Jul 2014, 16:17 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Erdfreund hat geschrieben:

Ich weiß nicht, ob die Beobachtungen für Deine Bedingungen was nützen.

Interessant sind sie auf jeden Fall!

Ich habe frueher den Rasenschnitt immer auf den Kompost gegeben, ~30cm hoch lose geschuettet und dann eine duenne Erdschicht darueber wegen dem Geruch. Spaeter beim Umsetzen war das dann eine merere cm dicke Filzschicht; eine Qual beim Zerreissen. Eisenia habe ich dort nie gesehen. Allerdings haben meine Kompostplaetze ein Regendach und das haelt fast den ganzen Regen ab; vielleicht macht das den Unterschied.

Inzwischen verwende ich den Rasenschnitt exclusiv zum Mulchen in duennen Schichten (vielleicht die Beste Verwendung!), oder eben bokashieren.Momentan fermentiert gerade ein 1:1 Gemisch aus Rasenschnitt und frischem Pferdemist in meinem 400 Ltr Zylinder aus alter Plane, mal sehen wie das riecht in ein paar Wochen.

Aber der Loewenanteil des Rasenschnittes wandert in die Erstbodenaufbereitung fuer den Waldgarten. Es kommt aber jetzt deutlich weniger Rasenschnitt als im Fruehjahr. Jetzt, wo der Schnitt bei Vielen in die Biotonne passt, ist ihnen die Tonne naeher als der Nachbar...

Also ab jetzt mehr Pferdemist herbeikarren, ~200m weit.

Uebrigens, ich naehere mich immer mehr den alten Amazoniern an: anstatt den ganzen Boden 35cm tief aufzugraben, fange ich jetzt an tiefere, konische Gruben auszuheben die an der Oberflaeche tangentieren. Ist in etwa das Gleiche Volumen aber es geht deutlich tiefer in den Boden (~70 - 100cm).

Viele Gruesse


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Fr 18. Jul 2014, 21:13 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Ja, Erdgeist,

Rasen zum Mulchen ist auf jeden Fall eine Spitzen-Möglichkeit.

Ich mulche damit meine Tomaten im Beet. Die bodennahen Früchte bleiben sauber. Der Schnitt verrottet langsam und gib bei jedem Regen eine Portion Dünger. Der Boden bleibt feucht und besiedelt mit Würmern und Mikroben bis zur Oberfläche. Und - bei Tomaten ganz wichtig: Bei Regen spritzt die Erde nicht hoch. So kommen die Sporen der Braun- und Krautfäule nicht an die Pflanze. Die haben in nassen Jahren schon viele Ernten vernichtet. Deshalb bokommen die Tomaten ja oft auch ein Regendach. Profi-Anbauer nehmen auch eine Strohschicht, die die Erde von den Tomaten weghält.

Du hattest keine Kompostwürmer im verfilzten Rasenschnitt im Kompost? Ich nehme aber an, grundsätzlich leben sie in Deinem Kompost, oder? Ich habe mir vor Jahrzehnten mal ein Päckchen schicken lassen. Seitdem sind sie da, und haben auch einen Umzug in einem Eimer Kompost mitgemacht. Der Kompost ist auch immer voller gelber Kokons. Vielleicht müsste der Rasen dann tatsächlich nasser sein... So richtig zusammengeklebt ist nach meiner Erfahrung gut. Aber Du hast ja jetzt eine andere Verwendung ...

Umgraben tu ich fast gar nicht. Die Pflanzen bekommen ein Pflanzloch, etwas Kompost mit dem Aushub gemischt, und wieder zugeschüttet. Oder Gierschwurzeln und "Unkräuter" fleckenweise mit Sparen und Grabgabel rausgeholt. Aber kein flächiges Umgraben. Ok, dafür halten uns manche Unkräuter sicher mehr auf Trab als beim Umgraben.

Die Trapez-Graben-Methode klingt interessant. Auf jeden Fall bleiben so ungestörte Bereiche für Würmer und Bodenleben.

Beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Mo 4. Aug 2014, 06:29 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Erdgeist hat geschrieben:
Momentan fermentiert gerade ein 1:1 Gemisch aus Rasenschnitt und frischem Pferdemist in meinem 400 Ltr Zylinder aus alter Plane, mal sehen wie das riecht in ein paar Wochen.


Naja, es riecht deuitlich weniger streng als reiner Rasenschnitt aber von Duften ist es immer noch viel weiter weg als mit reinem Pferdemist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Mo 4. Aug 2014, 08:29 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Erdfreund hat geschrieben:

Du hattest keine Kompostwürmer im verfilzten Rasenschnitt im Kompost? Ich nehme aber an, grundsätzlich leben sie in Deinem Kompost, oder?

Ja, im Kompost habe ich auch Eisenia, aber in den Grasfilzmatten waren mit blossem Auge keinerlei Lebewesen zu sehen.

Viele Gruesse


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Di 19. Aug 2014, 15:47 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Nachtrag 3.0
Ende Juni habe ich auf den wie beschrieben aufbereiteten Flaechen im Waldgarten etliche alte Gemuesesamen zwischen die neu gepflanzten Gehoelze gesaet; besser es waechst Gemuese anstatt Unkraut. Die Biomasse im Boden war zu gutem Teil erst im Juni frisch, also unfermentiert, eingebracht worden. Darueber liegt eine ~15cm dicke Schicht aus reiner Tiefenerde; extrem Naehrstoffarm und wohl auch ziemlich tot. Zuerst war dort nicht mal Unkraut gewachsen.

Anfaenglich wuchs das gesaete Gemuese recht zoegernd; aber seit ein paar Wochen wuchert es regelrecht. Buchweizen und Spinat habe ich schon herausgeschnitten/geerntet um Platz zu machen fuer den Rest - Buschbohnen, Rueben und Gruene Salate,unter Anderem.

Passanten bleiben stehen und betrachten den Gemuesedschungel verwundert; gestern fragte mich Einer was denn das fuer ein Gemuse sei dass da so wuchert, etwa Zucchini?

Es kann eigentlich nur so sein, dass die Wurzeln das werdende Kohlebokashi erreicht haben, obwohl es noch kaum reif sein kann nach dieser so kurzen Zeit im Boden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungsbericht: Kohlebokashi
BeitragVerfasst: Di 19. Aug 2014, 17:07 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Erdgeist hat geschrieben:
Ja, im Kompost habe ich auch Eisenia, aber in den Grasfilzmatten waren mit blossem Auge keinerlei Lebewesen zu sehen.


Hallo Erdgeist,

hab versehentlich erst jetzt Deine Antwort vom 4. August gesehen. Ob die Grasfilzmatten erst noch weiter reifen und sich zersetzen müssen? Schwierig, aus der Ferne zu beurteilen...

Unterschiedliche Erfahrungen sind auf jeden Fall interessant!

Erdgeist hat geschrieben:
Es kann eigentlich nur so sein, dass die Wurzeln das werdende Kohlebokashi erreicht haben, obwohl es noch kaum reif sein kann nach dieser so kurzen Zeit im Boden.


Habe gehört von von großen Kompost-Amphoren in Kreta. In ein Rohr in der Mitte kommen Küchenabfälle rein. Außenrum Erde. In Löchern nach außen wachsen Pflanzen. Sollen förmlich explodieren im Wuchs. Also frisch verrottende Materialien liefern unglaublich Nährstoffe. Nur muss wohl eine Erdschicht als Puffer dazwischen sein.

So bringt der Kompost direkt Fruchtbarkeit, nicht erst nach Vererden im nächsten Jahr. Klingt spannend und plausibel. Es gibt so viel gute Möglichkeiten ...

Weiter viel Freude und Erfolg im Waldgarten!!

Beste Grüße
Erdfreund


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