Terra Preta Forum

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 Betreff des Beitrags: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mo 18. Nov 2013, 13:01 
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Registriert: So 26. Sep 2010, 21:00
Beiträge: 187
Hier einige Tips und Fragen zum Sampada Pyrolyseofen von einem Kunden
http://www.triaterra.de/epages/62153231 ... ts/Sampada

Bemerkung: Bei trockenem Holz kann man den Sampada komplett füllen und von oben anzünden und langsam durchbrennen lassen. Dadurch hat man noch weniger Rauchentwicklung.


Hallo Herr Heckel,

Danke für die Lieferung.
Ich bin jetzt erst zum Auspacken gekommen
und bin gespannt auf den ersten Brennversuch.
In meinen Eigenbauten bekommt der Brennraum immer größere Löcher.
Bin gespannt, wie es mit den kleinen funktioniert.

Kurze Rückmeldung und ein paar Anregungen zum Sampada

Warum hat er einen Odermenning/ bleihaltigen Anstrich???
so kann ich die ersten Kohlenbrände wegschmeißen!
Antwort: Ber Brennraum ist nicht mit Bleimennige sondern Eisenoxidmennige gegen Rost gestrichen. Keine Gefahr!

Zu Ihrer Sampada-Anleitung.
http://www.triaterra.de/WebRoot/Store19 ... ampada.pdf

Wenn ich den Anbrennprozess beschleunigen will, ist es einfacher einen Schornstein aufzusetzen, dann entsteht mehr Zug und der ist viel effektiver als "hilfloses Wedeln" in die kleinen Löchlein.

"Gas tritt durch die kleinen Löchlein in den Brennraum"
nee! Weil dem Holzgas Sauerstoff fehlt um sich entzünden zu können, tut es das dort, wo Sauerstoff dazukommt. Das sieht so aus, als käme Gas durch die Löchlein, aber es ist ein FeuerMantel der sich um die eintretende Luft "legt".

Mit einem Nachlegen von Holz von oben, verlass ich den Prozess des "Oberbrandes" und damit das qualmfreie herstellen von Kohle.
Das Holz gast aus, das Gas kommt an keinem Glutbett vorbei und entzündet sich nicht.
Entsprechend qualmt es, wie es auch auf ihrem You tube Video gut zu sehen ist.
Also: Brenndauer und Holzmenge von vornherein gut abstimmen (ruhig mehr als die Hälfte, ich nehm 2 drittel) und mit der Dichte und dem Brenngut varieren.


Kohelstückchen sollten für die Terra Preta Herstellung möglichst pulverisiert sein. Größere Stücke schaden nicht, wirken auf Grund der reduzierten Oberfläche/ dem erschwerten Zugang aber schwächer.

mit feurigen Grüßen
M.Hoos


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mo 17. Mär 2014, 14:46 
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Registriert: Do 10. Okt 2013, 17:54
Beiträge: 4
Hallo zusammen,
der Gestank der Ofenbeschichtung hat mich anfangs auch sehr gestört und misstrauisch gemacht. Jetzt rostet er friedlich vor sich hin und stinkt weniger.

Füllung: Ich zersäge dünne, trockene Holzstücke so, dass sie in Volumen und Oberfläche ähnlich sind. Sonst sind die schnell brennenden schon zu Asche zerfallen, und der Rest ist noch nicht "durch".
Am besten funktionieren mehrere Durchgänge hintereinander ohne Ablöschen:
Glühende Kohle auf ein Backblech schütten, Ofen gleich neu füllen und 'nen Schluck Lampenöl drauf: zündet meist direkt durch, die Energie unten im Mittelrohr reicht aus. Aber die Nase dabei nicht zu weit in die Nähe halten und die Ölflasche erst recht nicht. Danach ist immer noch Zeit, das Backblech unter Wasser zu setzen.
Mit Kiefernrinde hab ich auch schon Versuche gemacht, hat aber mehr gequalmt. Vielleicht ist sie ja inzwischen trockener. Sind aber anschließend gut zu zerkleinern.

Triamaria


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Di 1. Jul 2014, 06:22 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Unser Sampada ist fleissig im Einsatz- warum sollen wir draussen grillen, wenn mit diesem Ofen Hitze und Holzkohle gleichzeitig fertig wird.
Was ich allerdings dazugelernt habe, von oben anzünden- das ist eine Kunst, die mit der Zeit erlernbar ist.
Brennmaterial auf die ziemlich heruntergebrannten Hackschnitzel zu legen, macht keinen Sinn,
eine Füllung wird dem zu kochenden Gericht angepasst, bzw. in der Regel stelle ich einen Topf mit Wasser nach dem Kochgericht auf den Sampada und damit wird noch Wasser zum Abspülen heiss oder warm, je nach der Kochdauer des zuvor gekochten Gerichtes.
Für den WOk ist der Sampada sehr gut geeignet, generell koche ich am Liebsten Gerichte, die grosse Hitze vertragen, zum langsamen Schmoren eignet sich dieser Herd nicht.
Habe damit schon Bienenwachs geschmolzen, jede Menge heisses Wasser "erzeugt" und immer mit dem schönen Gefühl, Hitze und Biokohle dabei zu gewinnen.
Wenn wir ein wenig Zeit haben, werden wir uns noch ein Gestell zusammenschweissen, in das wir den Sampada stellen können und oben drauf eine sichere Grillplatte legen, damit auch ein grösserer Topf sicher steht und nicht von einem verbeilaufenden Kind runtergeworfen werden kann.
Jeder bei uns in der Familie weiß, dass man ein bisschen aufpassen muss, aber trotzdem,
sicher ist sicher.
Mag verrückt klingen, grillen findet bei uns fast nicht mehr statt- und am Abend ersetzt der Ofen jegliche Terassenwärmer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2014, 22:58 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 223
Hobbygaertnerin hat geschrieben:
Wenn wir ein wenig Zeit haben, werden wir uns noch ein Gestell zusammenschweissen, in das wir den Sampada stellen können und oben drauf eine sichere Grillplatte legen, ........

Windschutz integrieren in das Gestell, das zahlt sich aus!

Viele Gruesse


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mo 25. Aug 2014, 12:17 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo in die Runde,

überlege, mir einen Sampada bei Triaterra zu bestellen. Berichte von Vielen, besonders Hobbygärtnerin machen Freude darauf.

Habe noch ein paar Fragen. Danke, wenn mir jemand Auskunft geben kann.

1. Im Video raucht der Sampada anfangs ziemlich. Das wäre hier auf der Terrasse ein Problem. Habe aber auch ein Video von einem Selbstbau-Ofen gesehen. Dort hats bei Inbetriebnahme nicht geraucht. Es liegt sicher am Holz und an der Anzünd-Technik, nicht so sehr am Ofen an sich. Wie sind die Erfahrungen dabei?

2. Der Sampada hat laut Bild drei Henkel oben. Habe einen großen alten Eisen-Wok, schwer und mit konischer Form. Könnte mir gut vorstellen, den zum Kochen und Braten zu verwenden. Kann man den direkt auf bzw. in die drei Henkel stellen - und vor Allem steht das ganze System dann sicher? Oder sollte man etwa einen Grillrost auf die Henkel legen, und dann einen - vielleicht kleineren und leichteren Topf mit flachem Boden darauf stellen???

3. Der Sampada hat 3,5 l. Brennraum. Bringt er damit "genug" Holzkohle? Ich weiß, "genug" hängt vom Betrachter ab. Aber trotzdem - wie viel ltr. Kohle kann man damit so ungefähr ernten? Hobbygärtnerin schreibt auch von einer großen Tonne zum Verschwelen, wenn ich recht verstanden habe. Um genug Kohle zu bekommen. Wie verschwelt man denn in einer Tonne? Brennen lassen und dann die Glut ablöschen?

4. Mit welcher Holzgröße kann man den Sampada beschicken, ohne dass er zu viel qualmt? Geht auch stückiges trockenes Holz. Oder müssen es Sägespäne oder kleine Bretter / Äste sein? Haben die vielleicht viel Leerraum und entsprechend weniger "Ertrag"?

5. Kann man den Sampada nach z.B. einer Stunde Brennzeit mit isolierten Grill-Handschuhen anfassen und die Glut in einen Metall-Wassereimer zum Löschen kippen? Oder muss man Wasser in den Sampada kippen? Dann wäre er ja erstmal nass und nicht direkt weiter zu gebrauchen. Also könnte man ihn auch abernten und dann sofort neu füllen und weiter betreiben?

Eine Menge Fragen, ich weiß. Antworten helfen auf jeden Fall, ein besseres Gefühl zu kriegen, wenn man das nicht direkt bei jemandem beobachten kann. Vielleicht gibt es auch weitere Hinweise, Erfahrungen, Tipps dazu?

Auf jeden Fall herzlichen Dank für jede Antwort!

Beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mi 27. Aug 2014, 07:13 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Hallo Erdfreund,
dachte, dass du hier eine Menge Antworten auf deine Fragen bekämest.
Wenn dich meine Erfahrungen interessieren:

zu der 1. Frage:
Von Oben anzünden ist eine Technik die gelernt werden muss.
Wichtig, Papier oder Grillanzünder müssen vom Heizmaterial her noch gut bedeckt aber auch noch genug Luft erwischen. Bis man den Dreh heraushat, dauert - dann auch keine Probleme mit Rauch mehr.
Zu 2.
Man kann auf den Sampada gut einen Topf stellen, mir ist das ganze leider etwas zu unsicher, habe ein Gestell, auf dem der Sampada steht und oben einen Grillrost- Digi funktioniert derzeit nicht.
Auf dem Rost koche ich ganz normal mit Töpfen, WOK oder Eisenpfanne- sind speziell für den WOK vorgesehen, sie werden auf der Unterseite ganz schön schwarz.

Zu 3.
Ich fülle den Brennraum mit sehr gut getrockneten Buchenholzhackschnitzeln, reicht für 10 l kochendes Wasser, es wird auch noch das Restwasser handwarm.
Man kann damit mit WOK oder Pfanne schnelle Gerichte kochen und danach noch Wasser erhitzen- zum Abspülen reicht es immer noch aus.
Die grosse Tonne zum Verschwelen ist ein altes Ölfass, leider kann ich damit nicht die zusätzliche Wärme nutzen- sind am Überlegen, wie wir das machen können.
Überständiges Grünmaterial aus dem Garten wird getrocknet und dann von oben in der Tonne angezündet, wenn der grösste Teil verbrannt ist, drehe ich die Tonne um, giesse ein paar gefüllte Giesskannen mit Wasser auf die brennende Glut und danach in einen verzinkten Eimer, der mit Wasser gefüllt ist- um die Biokohle wirklich abzulöschen.

Zu 4.
Sägespäne gehen bei mir nicht, qualmt wie eine alte Dampflok, am Besten sind die Buchenholzhackschnitzel, geht aber auch kleingehäckseltes Holz aus dem Shredder, wichtig, wirklich trockene Qualität-
je höher der Brennwert - umso mehr Holzkohle und Hitze.

Zu 5.
Wenn die Hackschnitzel im Sampada einigermaßen heruntergebrannt sind, ziehe ich alte gefütterte Winterarbeitshandschuhe an- drehe den Sampada um und schütte die Holzkohle in ein altes hohes Backblech. Darauf kommt auch sofort kaltes Wasser.
Danach kann ich den Sampada sofort wieder mit frischem Brennmaterial beschicken und wieder anzünden.
Auf die etwas heruntergebrannte Glut Hackschnitzel zu geben, um den Brennvorgang weiter zu führen funktioniert nicht, da raucht es wie aus einem Vulkan.

Aus der Kombination von Sampada und altem Ölfass bekomme ich ausreichend Biokohle um 3 m3 Kompost mit Biokohle zu versorgen.
Altes Heu, überständiger Strauchschnitt (Tomaten, Paprika, Auberginen, Sonnenblumen- und Maisstängel, Ziergras aus dem Blumenbeet) und die Tageszeitungen (muss Blattweise zusammengeknüllt werden, dann verbrennt das Papier besser) sind das Futter für das Ölfass, mindestens 1 mal die Woche, aber meist mehrmals kommt der Sampada zum Einsatz.
Hoffe, deine Fragen einigermaßen beantwortet zu haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mi 27. Aug 2014, 12:31 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Danke, Hobbygärtnerin,

wieder sehr viel Information und ein großer Einsatz beim Schreiben, danke!!

Zu 1.: Also mit Qualmen will noch sehr genau überlegt sein. Ist hier noch der Haupt-Kritikpunkt beim Lagerfeuer und Grillen, obwohl ich mich bemühe. Das ist aber im Garten. Ein Sampada auf der Terrasse stünde unter "verschärfter Beobachtung".

Das Holz lagert überdacht, aber im Freien. Da bleibt immer ein bissl Restfeuchtigkeit bei feuchter Luft. Habe im Forum von verschiedenen Trocknungsmöglichkeiten gelesen. Vielleicht probiere ich da erst noch, eh ich den Ofen bestelle.

2. Das mit dem Topf will auch gut überlegt sein. Zwar sind die Kinder aus dem Haus. Trotzdem kann mal dumm passieren. Erst ein Gestell schweißen wäre noch eine Hürde. Was meinst übrigens mit "Digi funktioniert derzeit nicht" - was ist Digi? (Sorry, steh grad auf dem Schlauch.. ;-)

3. Hackschnitzel besorgen wäre eine gute Idee. Die wären gleich groß und zum Brennen vorbereitet. Dürften ja als Heizmaterial auch nicht überteuer sein. Müsste mich mal umhören.

Das Ölfass zum Verschwelen von getrockneten Stengeln bringt bestimmt einen guten Ertrag. Bestimmt lassen die sich verkohlt auch leicht pulverisieren. Mal schaun, was sich bei uns umsetzen lässt. Auf jeden Fall danke, habe jetzt eine konkrete Vorstellung!

4. Der Hinweis auf qualmende Sägespäne ist mir sehr wichtig. Ich dachte schon, eine Sägerei anzufragen. Werde das aber wohl erstmal zurückstellen. Oder könnte man Sägmehl sauber und in kleinen Dosen auf der Heizung trocknen? Zumindest krabbeln dabei keine heimatlosen Besucher durch die Wohnung ;-)

5. Hab mir vorauseilend schon gefütterte Grillhandschuhe mit Hitzebeschichtung zugelegt. Müsste mich wohl langsam rantasten, ob die für einen glühenden Ofen reichen.

Merke, diesen schwunghaften Einsatz wie bei Dir werde ich vorerst noch nicht umsetzen können. Schwanke noch, ob kaufen oder nicht. Andererseits, einen gewärmten Nachmittag oder Abend auf der Terrasse im Herbst oder Winter - ohne schlechtes Gewissen wg. Energievergeudung, dafür mit leckerem Wok-Gemüse - das wäre schon verlockend. Und lernen sollte man ja auch wohl eher in der (noch halbwegs) warmen Zeit, eh Nebel und Kühle verschärfen, oder?

Danke, hast mir auf jeden Fall sehr geholfen!! Weiß jetzt viel besser, worauf achten. Noch ist der Herbst ja nicht da, obwohl der Spätsommer alles tut, um schnell zu übergeben...

Beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mi 27. Aug 2014, 13:32 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Hallo Erdfreund,
meine Digitalkamera geht nicht, sonst hätte ich dir das Gestell fotografisch reingestellt.
Es würde als Ummantelung auch mit Betonsteinen und oben aufgelegten Rost gehen-
mit Rost steht auf alle Fälle Topf, WOK und Pfanne viel sicherer (nicht nur wegen der Kinder auch für den, der auf dem Sampada kocht)- man braucht aber wirklich extra Kochgeschirr oder schrubbt jedesmal aussen den Russ weg. Die Hitze, wenn der Sampada mal richtig brennt ist sehr gut, für WOK perfekt, aber dennoch ein wenig Achtsamkeit schadet nicht.

Es hat bei mir auch eine Weile gedauert, bis ich den Dreh mit dem Anzünden von oben raus hatte- mit Grillanzünder geht's ganz gut, muss mal schauen, ob ich den Link noch finde, der mir die Augen fürs richtige Anzünden geöffnet hat.

Wegen Holz- unsere Hackschnitzel lagern auch überdacht in einer Hütte, vielleicht gehen auch diese gepressten Pelletts, die es als Hartholzpelletts in Säcken zu kaufen gibt.

Sägespäne im Kamin in Dose verkohlen kann ich mir gut vorstellen, da wird von Aussen Hitze zugeführt,
Im Sampada kann ich mir das nur als Gemisch vorstellen, kleine Astteile, getrocknetes Laub...........
Alles holzige Material in der Tonne wird eher feinere Biokohle, die Hackschnitzelkohle aus dem Sampada zerkleinere ich dafür nicht so - die soll ja 1.000 Jahre halten :-)).
Aber selbst das verkohlte Zeitungspapier ist noch nach ein paar Jahren im Gartenbeet als feine Kohle zu sehen, also zersetzt sich nicht so schnell.
Meine Begeisterung rührt daher, dass ich damit 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen kann,
Hitze oder Wärme- für Kochen und Draussensitzen und Holzkohle-
vor allem die Terra Preta ist das für mich tollste, das mir in meiner doch schon etwas längeren Gärtner- bzw. Gartenzeit untergekommen ist.
Kein Vergleich mit meinen mühsamen Kompostierereiversuchen von Früher-
das Gefühl, aus dem eigenen Holz oder Gartenabfällen diese Kohle und Wärme zum Kochen herstellen zu können, mit der Kohle auf den Kompost und diese Fülle an Gemüse ernten zu können- damit wird auch das was wir abfällig als Mist usw. bezeichnen- veredelt.
ich kann mir nichts sinnvolleres Vorstellen.

Warum ich dir das so ausführlich schreibe, weil ich mir sehr einsam und mühsam alles um die Verkohlung beibringen musste- die ganzen Versuch- und Irrtumwege-
aber ich weiß wenigstens was alles nicht geht.
Vielleicht finden
sich in deinem Umfeld ein paar grössere alte Dosen, um sampadamässig zu probieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Mi 27. Aug 2014, 17:01 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Ja danke, Hobbygärtnerin,

dass Du Deine langen Versuche und Erfahrungen mit uns teilst! Man merkt die lange Erfahrung, auch beim Gemüseanbau, Kompost und Vielem mehr. Danke!

Habe auf jeden Fall jetzt massig Anregungen, weiter zu probieren. Braucht aber seine Zeit. Die Abende werden schon wieder kürzer, und auch nicht jedes Wochenende ist frei. Und Regen - Regen - Regen ... Na ja, wenigstens regen sich dabei die Grashälmchen ;-)

Habe einen kleinen Anfeuer-Kamin aus Metall für den Grill. Der zieht gut an, und durch den Rost fallen glühende Teile nach unten. Werde mal einen alten Topf als Sampada-Ersatz mit Material füllen und mit dem Kamin draufgesetzt von oben anzünden. Glaube ganz trockenes Holz ist das A und O.

Der Wok dürfte glaub ich außen schon verrußen. Dann wäre er eben nur noch für den Garten. Das schwere Eisen verteilt sicher auch die Flammenhitze gut. Nur stell ich mir das System doch etwas kopflastig vor. Ein Gestell aus Backsteinen mit Rost wär sicher stabil. Aber auch wieder nichts, was die Terrasse schnell wieder frei macht. Nach einem gemütlichen Abend möcht man dann doch schnell wieder glattziehen. Ein System mit viel Hürden kommt da erfahrungsgemäß kaum zum regelmäßigen Einsatz. Jedenfalls bei uns. Also eher langsam rantasten ...

Kompostiere auch schon lange, und das tut dem Gartenboden gut. Nur gabs bisher immer doch zu wenig Kompost, und der Nährhumus baut sich auch schnell wieder ab. Deine begeisterte Schilderung von der Verbesserung der vorher mühsamen Kompostiererei macht natürlich sehr viel Mut. Bin bei möglichen "Heilsversprechen" schon recht skeptisch. Aber TP klingt wirklich sehr überzeugend. Kann mir gut vorstellen, dass das nochmal einen Quantensprung gibt.

Bin kein ganz junges Semester mehr. Von daher hätt ich gerne relativ bald wenigstens erste gute Ergebnisse. Auch wenn Garten und Boden Geduld erfordern. Nur 7.000 Jahre wie am Amazonas möchte ich mir dann doch nicht Zeit lassen - ggg ;-)

Also danke nochmal! Ist total inspirierend. Und Begeisterung ist mindestens so ansteckend wie gute Glut...

Beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Sampada neue Tips von einem Kunden
BeitragVerfasst: Fr 29. Aug 2014, 09:44 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Erdfreund,
du wirst sicher noch auf die eine oder andere gute Idee kommen- der Anfang ist schon gemacht.
7.ooo Jahre muss es auch nicht sein, es reicht doch schon wenn du dir Gedanken machst.
Seit ich Hochbeete und Terra Preta im Garten habe- bin ich dem Geheimnis der Fruchtbarkeit um einige Schritte weiter gekommen.
Wünsche dir viele gute Ideen und Anregungen.


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