Terra Preta Forum

Informationen und Erfahrungen rund um das Terra Preta Phänomen

 
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 Betreff des Beitrags: Terrakotta- bzw. Ziegelsplit bzw. Vulkangestein - Wasser
BeitragVerfasst: So 2. Jul 2017, 14:45 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 32
Hallo!

Im Moment herrscht hier bei uns wiedereinmal Dürre, die 2'te in den letzten 3 Jahren und in Wahrheit ist es eine längsranhaltende, denn der Niederschlag in unseren Breiten sinkt von Jahr zu Jahr. Die Dürre ist so extrem, dass Wälder austrocknen, Felder ohne ersichtlichen Grund Feuer fangen,...
Bei mir gibt es ein Beet, dass trotz seltenem Gießen diese Dürre gut übersteht, dieses Beet habe ich heuer angelegt. Es besteht im Wesentlichen aus Eigenerzeugter Terra Preta, gemischt mit dem Lehmboden meines Gartens, die ich mit Lavasteinmulch, Ziegelsplit, und Terra Kotta Töpfen gemischt habe (Ich habe die alten Töpfe und den Ziegelsplit geschenkt bekommen).
Oben auf liegt eine dicke Mulchschicht.

Meine früheren Beete, in denen ich "nur" Terra Preta, also meinen mit Holzkohlestaub durchsetzten Kompost gemischt mit Lehmerde, verwendet habe, neigen sehr stark zur Austrocknung, trotz reichlich Mulch,...

Da in der originalen Terra Preta ja auch Tonscherben gefunden wurden, stell ich mir die Frage, ob diese Scherben ein ebensowichtiger Bestandteil sind, da sie in meiner Annahme, die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens stark erhöhen.

Jetzt habe ich einige Pflanzen, wie zum Beispiel Heidelbeeren, Obstbäume, etc. die bereits gepflanzt und gut verwurzelt sind, und unter dieser starken Dürre sehr stark leiden. Auch mein Rasen hat sehr sehr viele verbrannte Stellen. Und da stellt sich mir die Frage, ob und wie ich Wasserspeichernde Bestandteile, wie Ziegelsplitt und Lavastein in den Boden einbringen kann, sodass seine Wasserspeicherqualität erhöht wird.

Was denkt Ihr dazu?

LG, Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Terrakotta- bzw. Ziegelsplit bzw. Vulkangestein - Wasser
BeitragVerfasst: Mo 3. Jul 2017, 12:51 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 223
Ich hatte mal 'nen Containergarten in Gewebesaecken (~22 Ltr) die auf grossen Topfuntersetzern standen. In sehr heissem und trockenem Klima. Und genau mit dieser Logik habe ich die Saecke auf eine ~5cm dicke Schicht aus Tonscherben gestellt damals. Das half definitiv; und nachher waren die Tonscherben komplett von Wurzeln durchzogen die durch den Gewebebosen hindurchgewachsen waren. Durchaus eine interessante Idee, etwa 30cm im Boden eine Schicht aus poroesem Material als Wasserpuffer anzulegen. Aber bei Gehoelzen usw duerfte das im Nachhinein schwer moeglich sein. Ich glaube nicht, dass das Schlagen und Fuellen von vertikalen Loechern im Boden wesentlichen Nutzen bringt (beim Duengen tut es das sehr wohl).

Meine Loesung ist derzeit, alle paar Jahre im Rotationsverfahren einfach viel Biomasse im Boden zu vergraben/einzumischen; am Besten mit hohem Holzanteil. Das hilft, ich giesse kaum noch; nur nach wochenlanger Trockenheit. Und ausserdem duengt es und hebt den Humusgehalt im Boden. Aber auch das geht nur bei einjaehrigen Kulturen.


Viele Gruesse!


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 Betreff des Beitrags: Re: Terrakotta- bzw. Ziegelsplit bzw. Vulkangestein - Wasser
BeitragVerfasst: Di 11. Jul 2017, 22:55 
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Registriert: Sa 20. Jun 2015, 15:46
Beiträge: 50
"einfach viel Biomasse im Boden zu vergraben":
entdecke ich gerade als Thema unter dem Namen Direkt-Kompostierung, zu dem ich aktuell nur einige Seiten auf englisch habe, allerdings mit Google übersetzt zu deutsch,
im Beitrag hier sind die Links viewtopic.php?p=1698&sid=38e109da60bb47f906fc6d684705eacf#p1698
Das geht sicher noch für die Bäume und Sträucher, drum-herum, und auch tiefer als die - für in Beet - empfohlenen 17,4 cm.
Sollte aber auch für die Wiese gehen, warum nicht ?

Was ich seit einigen Wochen verstehe, ist die "Lasagne Mulch-Schicht", mit abwechselnd Blätter oder/und Mulch und Kompost, gesamt um die 3 mal, die 2 Schichten.
Statt Blätter oder/und Mulch geht wohl auch Pappe.
So weit ich verstehe, kommt das aus dem Misch-Beet-Prinzip Perma-Kultur, sicher bin ich aber nicht.

Dies sollte ebenfalls für die Bäume und Sträucher sowie für die Wiese gehen.
Für die Wiese natürlich unter die Wiese.
Und wenn auch mittel- bis lang-fristig - mit der Zeit - neu an-legen.

Auch gemahlene Holz-Kohle in beide Prinzipe dabei, ´Terra Preta´-Produktion OnTheFly, also direkt ´Vor Ort´, sollte möglich sein !

Das mit den ´Terra Kotta´-Scherben hört sich für mich sehr gut an. Die also auch anbei.
Für mich wäre hier noch die Frage, klein-gemahlen - Scherz: beispielsweise mit StraßenWalze, würde aber schon gehen - oder in groben Stücken.


Ich wünsche gutes Gelingen.


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