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 Betreff des Beitrags: Haecksler & Haecksler
BeitragVerfasst: Mo 29. Jun 2015, 17:53 
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theadsplit von viewtopic.php?p=1423&sid=a7dadc7e93d06d0c49ef63224ee7a5e6#p1423


rainer.gutkas@gmx.at hat geschrieben:
Hallo!

Also an Häckslern schwärmen meine Nachbarn von Bosch, die sollen extrem gut sein, l.t. 2 Quellen...
Bei Deinem Boden und den Vorraaussetzungen würde ich ganz viel kompostieren, Thema Wurmkompostierung ist da sehr empfehlenswert... Wenn Du auf aufgewogenes C/N Verhältnis, sprich Holzhäcksel / Grünabfälle 1:2 Gemischt achtest kannst Du so eine Geniale auflage schaffen und der Schutt darunter sollte sich ja wohl als Drainage eignen ;-)... By the way, Ich fördere auch meine Tauwürmer (tiefgrabende Regenwürmer) die drainagieren für mich meinen Garten ;-)


Erdgeist hat geschrieben:
Hallo Rainer

Haecksler sind eine feine Sache; aber nur dann wenn sie diesen Namen auch verdienen. Die Geraete fuer Haus&Hobby verdienen ihn, soweit ich gesehen habe, NICHT. Da kann man die Biomasse auch manuell zerkleinern und spart der Strom und die Anschaffungskosten.

Man braucht also ein Profigeraet. Und das geht dann schon so richtig ins Geld. Ich glaube, so ~1500 Euro und mehr. Das finde ich nur gerechtfertigt. wenn man den Haecksler praktisch taeglich verwendet. Und das trifft fuer mich einfach nicht zu; daher habe ich auch keinen. Normale Biomasse zerkleinere ich, wenn ueberhaupt, mit dem (Benzin)Rasenmaeher und die Holzkohle mit dem Spaten im Eimer oder direkt Spaene verkohlen; die sind dann schon zerkleinert.

Viele Gruesse!


Erdfreund hat geschrieben:
Hallo Rainer und Erdgeist,

verschiedene Menschen haben teilweise verschiedene Randbedingungen und nutzen daher auch unterschiedliche Methoden. So mag jeder sich für das Eine oder Andere entscheiden. Ich selber bin inzwischen - nach vielen Versuchen - ein entschiedener Anhänger, Biomasse vor dem Kompostieren zu zerkleinern. Das könnte ich auch im Detail begründen.

Ich nutze mit Erfolg einen Gartenhäcksler von gardena, habe bei einer befreundeten Familie auch schon einen preiswerten Häcksler aus einem Bauhaus genauso gut eingesetzt (etwas über 200 €). Habe Zerkleinern auch mal nach der Empfehlung von Erdgeist mit der Rasenmäher-Methode versucht. Bin unter unseren Bedingungen aber wieder aufs Häckseln zurückgekommen.

Wichtig ist ein Walzen-Häcksler, nicht rotierende Messer. Die können sich in einen Ast verkeilen und blockieren. Walzen kann man rückwärts laufen lassen und wieder frei bekommen. Nicht geeignet ist der Häcksler für reine Küchenabfälle, die verschmieren die Walzen (hab das alles glaube ich schon früher mal hier geschrieben). Etwas Küchenabfälle mit holzig-strohigem Material geht aber. Einfach ausprobieren. Wenns verschmiert, kann man mit groben Ästen wieder "die Zähne putzen".

Habe mit solchen Häckslern schon mehrfach an einem halben Tag rund 1 m³ Schreddergut erzeugt. Z.B. große Mengen Nadelbaumäste mit Nadeln, Äste bis max. 4 cm. Ich setze mich auch für alternativen Strom ein und glaube, den Strombedarf rechtfertigen zu können. Gehäckselt wird der Kompost - mit Kohle und anderen Zutaten - viel schneller (halb-) reif als in grober Form. Kommt so dem Boden schneller zugute und spart viel Zeit, Nerven und Arbeit.

Kohle zerkleinern geht zwar, aber ich habe den Eindruck, dass der Häcksler damit sehr schnell verschleißt. Habe die Versuche daher bald wieder beendet.

Merke gerade - Häckseln und Kompost haben nur bedingt mit dem Oberthema "Holzkohle machen" zu tun. Wäre ein Thema für anderen thread...

Beste Grüße
Erdfreund



Hallo Erdfreund

Walzenhaecksler! Danke fuer die super info!
Ich kannte tatsaechlich nur die alten Messerhaecksler, und zwei-drei solcher (Hobby)geraete die ich gesehen habe, konnten gerade mal langsam einzelne Aeste von weniger als 2cm zerspanen.

Aber, 4cm-Aeste mit einem 200Euro-Walzenhaecksler, das ist schon was!
Allerdings ist 1 m3 Haeckselgut pro halber Tag nicht allzu schnell.Aber was soll man denn noch alles von einem 200Euro-Geraet verlangen?

Viele Gruesse!


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 Betreff des Beitrags: Re: Haecksler & Haecksler
BeitragVerfasst: Mi 16. Mär 2016, 21:03 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 223
So.
Nachdem ich mich habe bekehren lassen, und nach gruendlicher Recherche mit vielen Videos, habe ich mir einen Eliet NEO3 zugelegt.Ist zwar teuer, aber sehr gut. Hat ein spezielles Schneidwerk und schafft mit Aesten ~0,5 m3 pro Stunde; mit Kleinzeug oder Krautigem etwas weniger (weil man nicht nachkommt beim Einwerfen).

Und damit der Haecksler die 900 Euro, die er gekostet hat, auch wieder reinarbeitet, werden holzige Aeste getrennt gehaeckselt und dann mit den Schnitzel im naechsten Jahr zugeheizt. 1 m3 trocknet bereits unter Dach. Damit die Hackschnitzel trocknen bevor sie verpilzen und damit sie im Downdraft-modus auch gut brennen muessen sie luftig genug sein. Daher siebe ich die feinen Fraktionen ab indem ich den vollen Auffangkorb gleich ueber ein recht steil gestelltes Gatter schuette. Und diese feinen Fraktionen sind ideal zum Verkohlen. Einfach in einem Karton beim Ofen trocknen und ab in die Dose damit.Von einem knappen m3 Hackschnitzel habe ich im Jaenner etwa 250 Ltr Feinzeugs abgesiebt und das ist jetzt, mitte Maerz, schon fast alles verkohlt.(gibt nach Trocknen und Brennen etwa 40% Kohle)

Und ansonsten wird fuer Kompost gehaeckselt, zum Mischen mit Rasenschnitt und, und, und....


Geplant sind so etwa 1 - 2 Tonnen pro Jahr, also ~5 - 10 m3. Davon bis zu 2,5 m3 zum Heizen und Verkohlen.


Ein Quantensprung bei der Kompostwirtschaft!


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 Betreff des Beitrags: Re: Haecksler & Haecksler
BeitragVerfasst: Fr 18. Mär 2016, 15:40 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo Erdgeist,

den Eliet Neo3 kenne ich nicht, wenn er für Dich gut funktioniert ists prima.

Technik ist bei mir kein Selbstzweck, sondern dient einem Ergebnis. Bin nach vielen Jahren Kompostieren von der Zerkleinerung des Kompostguts überzeugt. Es setzt sich viel schneller um, spart Zeit, viel Arbeitsaufwand und kommt dem Garten und Boden zugute. Übrigens machts die Natur ja vor: die natürlichen Kompostierer, Tiere, Pilze, Bakterien zerkleinern auch. Essen gut zerkaut, und nach 36 Std. ists schon (zugegeben noch sehr) Roh-Kompost ;-)

Habe früher mal nach Literatur schön mit groben Ästen unten aufgeschichtet, zwecks Luft und so - und "durfte" hinterher mühsam den Humus zwischen sperrigen Aststücken raussieben - oft mehrmal hintereinander. Oder Jahre warten, bis das Grobe sich endlich auch zum Humus bequemt hatte. Möchte nicht wissen, was dadurch an Nährstoffen ausgesickert ist und sich an Humus zersetzt hat, während der Boden "ungeduldig" darauf warten musste. Jetzt geht's wenige Wochen, bis die erste Rottephase rum ist, und die weitere Rotte läuft auf den Beeten zum Wohl von Boden, Pflanzen und Würmern. Was an Kleinhäcksel noch nicht umgesetzt ist, stört dort nicht, sondern mulcht. Und mein Kompost wird frei für Nachfolgendes.

Komme in Sachen Terra preta auch rum in anderen Gärten, und da ist der Kompost immer eine Anlaufstelle für mich. Das ist schon aufschlussreich, verschiedene Ansätze zu sehen und (für mich selber) zu vergleichen. Ich kritisiere nicht, sage nur was wenn ich gefragt werde. Aber jetzt noch das Sparrige trocken und unverrottet obendrauf vom Herbst, das tut mir schon weh, wenn ich manch hungrigen Boden seh. Bei uns liegts schon ein halbes Jahr als TP-Mulch - bzw. ist großteils schon im Boden verschwunden.

Im Grunde könnten sich ja auch mehrere Nachbarn / Freunde zusammentun und gemeinsam ein Gerät kaufen. 99 % der Zeit stehts halt doch im Schuppen.

Klar kann man den Energie- / Stromeinsatz kritisieren, aber bei Aufwand und Nutzen überwiegt letzterer für mich eindeutig.

Und wenn Du noch Material für Kohle und Brennschnitzel gewinnst, hast ja einen Vielfachnutzen.

Weiter viel Freude in den beginnenden Frühling.

Erdfreund

PS: Nur braucht man wirklich ein gutes Gerät. Die früheren störanfälligen Typen können schon gewaltig nerven. Aber dazu gibt's ja Infos hier im thread. Hab den Eliot mal gegoogelt. Klingt interessant, zumal Du auch zufrieden bist. Für mich tuts mein Walzenhäcksler noch völlig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Haecksler & Haecksler
BeitragVerfasst: So 12. Jun 2016, 13:37 
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Registriert: So 12. Jun 2016, 10:17
Beiträge: 1
Hallo,

Ich bin im Moment auch auf der Suche nach einem Häcksler für unser Waldgrundstück, wo wir überwiegend Holz (trockene Äste), aber auch viele Stauden und nachwachsende Sträucher, Häckseln müssen.

Am besten wäre also ein Gerät das vor allem für härteres Häckselgut, aber auch hin und wieder für weiches Grünzeug, geeignet ist. Nachdem ich mich ein bisschen schlau gemacht habe, tendiere ich nun den Walzenhäcksler von Bosch zu kaufen (Ausschlaggebend war diese Seite hier).

Hat jemand Erfahrung mit dem Häcksler von Bosch oder kann mir einer einen anderen, möglichst preiswerten, Häcksler für meinen Fall empfehlen?

PS: Ich muss nur 1-2x im Jahr Häckseln, dafür aber dann immer extrem große Mengen. Deswegen soll der Häcksler nicht zu lange brauchen, aber auch nicht zu teuer sein.

PPS: Das Hächselgut benutzen wir teilweise für unseren Kamin und zum Mulchen.

Gruß, Johannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Haecksler & Haecksler
BeitragVerfasst: Mo 13. Jun 2016, 22:57 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 223
Hallo Johannes

Zitat:
Ich bin im Moment auch auf der Suche nach einem Häcksler für unser Waldgrundstück, wo wir überwiegend Holz (trockene Äste), aber auch viele Stauden und nachwachsende Sträucher, Häckseln müssen.
Wichtig:
Trockenes Holz, zB fuer Heizschnitzel, braucht deutlich mehr Kraft als gruene Aeste. Mit 220V ist man da schnell an der Grenze (max 2500W). 400V sind da viel besser; und es sind auch robustere Motoren. Und natuerlich Benzin, da hat man den Vorteil dass man den Haecksler zu den Aesten bringen kann anstatt umgekehrt. Ist aber etwa so laut wie eine Benzin-Kettensaege; das gibt leicht Aerger mit den Nachbarn. (genau darum habe ich mich fuer 400V entschieden). Und sicher ist es auch besser, ein starkes Geraet nicht voll auszulasten und trotzdem schneller zu sein, als ein schwaches Geraet am Limit zu fahren.


Zitat:
PS: Ich muss nur 1-2x im Jahr Häckseln, dafür aber dann immer extrem große Mengen. Deswegen soll der Häcksler nicht zu lange brauchen, aber auch nicht zu teuer sein.
Tja, genau das Problem hat fast Jeder der einen Haecksler anschaffen will. Ein Trick ist, einfach die Haecksel-ops auszuweiten um das Geraet auszulasten. Heizschnitzel, gelegentlich fuer Andere haeckseln, mehr kompostieren, usw. Think creative.
Eine andere Moeglichkeit waere, 1-2mal im Jahr einen guten grossen Haecksler zu mieten oder einen Lohnhaecksler zu heuern. Das machen auch viele Leute. Und das weiche krautige Zeug kann man einfach auf dem Rasen ausbreiten und mit dem Rasenmaeher drueberfahren.

PS: was heisst "grosse Mengen"? 1 m3...10 m3...50 m3 Hackschnitzel?



Ich habe mich fuer Eliet entschieden wegen dem einzigartigen Schneidwerk. ist wirklich gut. Ich bin eher skeptisch ob die Andruckplatte eines Walzenhaeckslers trockene Aeste lange aushaelt. Den ElietNeo gibt es auch in version 1 und 2 fuer 220V.

elietmachines.com

Viele Gruesse!


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 Betreff des Beitrags: Re: Haecksler & Haecksler
BeitragVerfasst: Mo 13. Jun 2016, 23:45 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 223
Erdfreund hat geschrieben:

Habe früher mal nach Literatur schön mit groben Ästen unten aufgeschichtet, zwecks Luft und so - ....
.

Also ich fahre meine klassiche Kompostkapazitaet immer mehr zurueck zugunsten von in-situ Kompostierens. Von meinen urspruenglich 3 m3 ueberdachten Kompostplaetzen ist nur noch <1 m3 in Betrieb; fuer kleine Mengen an Material die einfach schnell draufgeworfen werden, dann ein-zweimal pro Jahr aussieben-umsetzen. Das bringt im Jahr etwa 0,4-0,6 m3 gesiebten Kompost fuer Anzucht, Kopf- und Auspflanzdueng. Ein Vielfaches davon lasse ich in Mulchschichten vor Ort kompostieren oder grabe es direkt ein. Grosser Fortschritt. Viel weniger Arbeit und keine Verluste durch Auswaschen und durch die Hitze der Heissrotte. Allerdings nur mit sauberem Material wie frischer Hackschnitzel etz die keine Sterilisation brauchen.

Viele Gruesse!


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