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Informationen und Erfahrungen rund um das Terra Preta Phänomen

 
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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 15:10 
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Registriert: Do 13. Jan 2011, 12:32
Beiträge: 109
Hallo Rainer !

Ich weiß, das die Chiemgauer Bauern aus meiner EM-Szene die Holzkohle geschreddert schon in die Gülle werfen, zusammen mit Ema und Urgesteinsmehl. Dort eine Weile drinnenlassen und sie dann mit dem Güllefass auf ihre Wiesen ausbringen. Das funktiioniert gut. Durch das Verweilen in der Gülle lädt sich die Holzkohle ja schon mit den Nährstoffen auf, dann ist sie ja erst wertvoll. Wenn man Bokashi mit Holzkohle macht, muß ja nach dem fermentieren erst alles vererden lassen, bevor man sie verwenden kann, das dauert bis zu 1 Jahr. Dann hat die Holzkohle auch die Zeit um sich aufzuladen mit den Nährstoffen. Die Terra-preta ist ja nur so gut, wie die Zutaten die die Kohle bekommt. Das schnelle ausbringen der Holzkohle in den Boden oder die Wiese bringt Dir nichts, weil die Holzkohle nicht so schnell die Nährstoffe auf nehmen kann. Es gibt da ein ganz interessantes Buch "Terra-Preta" heißt das, das ist der neueste Stand in der Terra-Preta-Szene, da war ein Dr.Haiko Pieplow mit beteiligt. Das ist es wirklich wert das zu haben, dann versteht man das alles viel besser und macht keine Fehler.

lg. elis


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 16:05 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo Rainer und elis,

verwende zum Gießen weitgehend pulverisierte Kohle. Also Staub oder kleine Plättchen, die durchs Sieb gehen. Zum Pulverisieren mit dem Spaten feuchte ich die Kohle an, sonst würds ja wegstauben.

Ist zunächst ein Gemisch aus grob und fein. Dann sieb ich im Wasser durch, das geht ganz schnell. Dabei sinkt schon viel Staub auf den Boden des Eimers, etwas schwimmt auch oben. Wird aber in den nächsten Stunden beim Einweichen in Nährlösung immer weniger. Beim Gießen ist das meiste am Boden. Rühre sogar wieder auf, damit die erste Kanne nicht nur Wasser und die nächste Bodensatz ist.

Größere Brocken saugen sich natürlich nicht so schnell voll, aber die vergieß ich auch nicht. Sonst gäbs Knubbel beim Barfußlaufen auf dem Rasen.

Durch Sieben im Wasser sind auch die größeren Stücke sehr nass. Später sehen sie wieder trockener aus, wohl deshalb, weil sie viel Wasser mit der Zeit ins Innere aufsaugen. Die Stücke kommen wieder in den Eimer für die nächste Verkleinerungsrunde. So ist das Material immer feuchter und bald auch vollgesogen im Wasser - zumindest bei mir.

Das neueste: Bin tagsüber im Büro. Zum Glück zeitweise alleine. Das Goldwasser ist mir zu schade für die Spülung. Hab jetzt ein Vorgehen entwickelt zum sammeln. Hoffe, nie mal dumm erwischt zu werden. Auch nicht jeder Mitbewohner zuhause weiß, was so alles in meinem Rasenelixier drin ist ;-) Hängs au net ans schwarze Brett ;-) Zum Glück bindet die Kohle ja wirklich toll. Ja, und viel viel Verdünnung! Würd sonst selber net gern barfuß laufen.

Aber so langsam wird der Rasen wirklich gut. Fällt auch anderen auf. Ist auch kein englischer Rasen. Jedes Kräutlein, das mit dem Mäher zurecht kommt, darf bleiben. Verbessern braucht zwar seine Zeit. Aber ist doch dann als "eigene, natürliche Leistung" was ganz anderes als mal schnell ne Hand Blaukorn. Freu mich auch, dass immer mehr winzige Regenwurm-Häufchen werden. Da kommt also Jugend nach...

Die Regenwürmer im Boden und im Kompost sind übrigens unterschiedlich. Die im Kompost besiedeln nicht den normalen Boden. Sind dort höchstens mal vereinzelt. Und die im Boden sind kaum im Kompost. Mit dem Füttern des Rasens fütter ich also auch die Bodenwürmer. Die sind mir sehr wichtig, weil sie ja die Wirkung in der Fläche machen. Sie vermehren sich auch viel langsamer als die Kompostwürmer. Leben dafür auch länger, wenn man erst mal genug hat.

Noch kommen ja die langen Wintermonate. Will den Rasen-Versuch weiter machen, zumindest so lang kein Frost ist. Im Frühjahr kann ich dann wohl Bilanz ziehen. Bin aber jetzt schon sehr optimistisch.

Die Beete müssen noch etwas warten mit TP. Bis die erste Runde kompostiert ist. Also bis zum Frühjahr. Aber sie sind schon jahrelang ganz gut mit Kompost und Mulch versorgt. Erde und Pflanzen geht's also nicht so schlecht. Und ab Frühjahr, hoffe ich, gibt's dann auch gut TP.

PS lese gerade die neueste Nachricht von elis. Also Kohle darf man tatsächlich nicht schnell und ungeladen in den Boden bringen. Dann holt sie sich dort die Nährstoffe und entzieht sie erst mal dem Boden. Die Fruchtbarkeit wird blockiert und sinkt! Ist nachgewiesen, gibt's auch Bilder bei Ithaka.

Habe mir dann überlegt, wie mache ich das schneller und doch ohne diesen Blockade-Effekt? Hab auch viel gelesen. Und versuch, altes Fachwissen aufzufrischen. Aktivkohle in der Gesundheit bindet Giftstoffe schon in wenigen Sekunden bis Minuten. Ganz "leere", ausgeglühte Kohle ist so "hungrig", dass die erste Bindung blitzschnell geht. Sich fast "mit Gewalt" holt, was sie bekommt. Natürlich ist sie dann noch lange nicht vollgeladen.

Meine Rasenmischung bekommt "ordentlich" Goldwasser und auch pürierte Küchenreste. Mehr Masse als die Kohle selber. Zieht dann zumindest einige Stunden, manchmal auch länger. Durch den Überschuss an Nährstoffen ist der erste "Hunger" der Kohle mit Sicherheit gesättigt. Dann gieße ich die ganze Mischung aus. Die Kohle ist also intensiv eingebettet in Nährbrei-Lösung. Die Ladung geht auf dem Boden weiter. Würmer fressen die Mischung. Kneten und Mischen in ihrem Inneren sind die beste Methode, um die Kohle rasch weiter zu laden. Das seh ich den Häufchen förmlich an. Das Reifen läuft also auf Rasen und in Würmern weiter.

Gelegentlich bekommen auch Topfpflanzen mal einen Schluck der Kohle-Nährlösung. Ich seh Rasen und Pflanzen an , dass sie keine Nährstoff-Blockade haben, sondern gut versorgt sind.

Also mit dieser "Spezial"-Methode (wenn ich so sagen darf) bin ich fest überzeugt, schnell und weitgehend ohne Nährstoff-Blockade zu arbeiten.

Daneben gibt´s ja noch den "normalen" Kompost, wo die Kohle "lehrbuchmäßig" Monate reifen darf. So kann man je nach Möglichkeiten und Einsatz auf verschiedenen Wegen zum guten Ergebnis kommen. Das steht auch in dem wunderbaren Buch, das elis empfohlen hat. Kann mich der Empfehlung nur anschließen!!

Lg
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 17:04 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 33
Hallo Nochmal!

Danke Erdfreund für die Inputs, ich hab gerade in meiner Regentonne eine experimentelle Gießlösung angesetzt. In meiner Annahme mach die Menge der Kohle gesehen auf die Fläche kaum Wachstumsschwierigkeiten, mal abgesehen davon dass ein schwerer, hochprozentiger Lehmboden wie der meine ja eigentlich sehr viel Nährstoffe besitzt, nur so verdichtet, dass sie nicht Pflanzenverfügbar sind (außer für manche Ausnahmen), also müsste sich der Nährstoffentziehende Effekt der Kohle positiv auswirken. Außerdem handelt es sich um einen Kräuterrasen, bei dem es nicht darum geht sofort mehr zu wachsen, sondern was ich möchte ist den Boden langfristig aufzubessern.

Für meine Beete lasse ich die Kohle mit meinem Kompost vererden, wie auch normalerweise üblich. Der einzige Unterschied besteht bei mir darin, dass ich anstatt EM Bokashi mit aeroben Bakterien und Pilzen arbeite, sprich Komosttee und Mykohyozintapilzen als Gießlösung.


Viel Erfolg weiterhin lieber Erdfreund,

LG,

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 18:42 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo Rainer,

und danke! Besteht Deine Gießlösung dann "nur" aus Regenwasser und Kohle? Oder sind da auch Nährstoffe drin?

Ich könnte mir schon vorstellen, dass leere Kohle allein mit Wasser auch dem Bodenleben - zumindest anfangs - wenig bringt. Nährstoffe sind Ladung der Kohle und Lebensmöglichkeiten für Mikroorganismen. Leere Kohle wäre ja nicht nur ein leeres Haus. Sie könnte auch aggressiv sein, weil die Kohle unbedingt etwas binden möchte (ihr "Hunger"). Mit ihrer - durchaus und anfangs - großen Bindungskapazität könnte sie die Mikroorganismen angreifen, die hinein geraten, und ihnen ihre Stoffe entziehen. Deshalb wird Kohle ja auch als hocheffektives Filtermedium genutzt. Sie packt sich sozusagen erst mal, was sie kriegt. Wenn sie gut geladen ist, wird sie "friedlich", gibt was her und tauscht was aus. Geladene Kohle kann übrigens wieder ausgeglüht werden. Dann verliert sie ihre gebundenen Substanzen und wird wieder leer und aggressiv.

Will keinen Teufel an die Wand malen und nicht urteilen, ohne genau zu kennen. Wenig leere Kohle auf großer Fläche bei fettem Boden ist viell. weniger schlimm. Vielleicht sogar gut, wenn man ausmagern will. Wenn man es weiß und bewusst angeht, kann das passen. Ob man dabei aber eine lockere, humusreiche Gare hinbekommt, scheint mir ein anderes Blatt zu sein.

Auf jeden Fall allen Erfolg auch Dir. Lernen kann man ja immer, aus allem ...

Beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Di 2. Sep 2014, 19:57 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 33
Hallo Erdfreund!

Ich habe gerade meinen ersten Gießversuch hinter mir, und er hat recht gut geklappt.

Diesmal bestand meine Gießlösung aus Goldwasser, Mykohyozintapilzmischung (https://gluckspilze.com/Mykorrhiza-Soluble-), die ich mir wegen dem andauernden Regen bestellt hatte (ist ideal zum ausbringen), Regenwasser und 3l Kohlenstaub (auf 40l Flüssigkeit).
Das ganze verteilt auf c.a. 500m2 Fläche...

Ich hab vor zu variieren womit ich gieße. Goldwasser ist ja meistens vorhanden, Komposttee werde ich wahrscheinlich als nächstes verwenden...
Mein aktueller Brenesseljauchenanstaz braucht noch etwa eine Woche...

Die hälfte der Fläche wird bei Trockenheit täglich gemulcht, die Andere Hälfte alle 2 Wochen...

Das hauptwachstum des Rasens ist um diese Jahreszeit vorbei, also hat der Kohlenstaub zeit bis ins Frühjahr sich aufzuladen und davor wird noch einiges an Nährstoff auf dem Boden landen...
Ab da wird dann die Fläche wahrscheinlich auch täglich gemulcht... Sprich auch viel Nährstoffversorgung. Im Prinzip breite ich einfach den Kompost Scheibchenweise aus und lasse ihn da kleinweise verrotten... (Zusätzlich zu meinen Kompostmieten)

Übrigens zu den Würmern, ich habe mehrere Sorten ausgesetzt, unter anderem riesen Rotwürmer, das sind Waldregenwürmer, die auf Laub spezialisiert sind. Die fühlen sich auf meiner Wiese sichtlich sehr wohl graben bis c.a. 30cm und vermehren sich angeblich stark. Seit dem Frühjahr habe ich zwar einen leichten Schwund festgestellt, ich nehme aber an dass sie sich einfach langsam auf die Nachbargrundstücke ausbreiten....

LG, Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Mi 3. Sep 2014, 11:36 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Ja Rainer,

wenn die Kohle ihren "ersten Hunger" an Nährstoffen stillen konnte, sollte es wohl passen. Zumal Mulchen ja immer nachbringt. Und 3 l Kohle auf 500 m² Rasen ist ja auch erst mal ein Anfang. So mach ich´s auch, in kleinen Schritten.

Diese Pilz-Bakteriensporen Mischung finde ich hoch interessant. Hab mal die Seite angeklickt, werd noch genauer nachlesen. Danke!

Wird Dein Komposttee heiß gemacht? Oder ein temperierter wässriger Auszug? Ich rühre manchmal ein ltr. reifen Kompost in Eimer Wasser und lasse ziehen. Hab dann prima Düngerlösung voller Mikro-Leben. Für Töpfe, wenn sie voll sind und kein Kompost mehr oben drauf passt.

Ab und zu kauf ich auch Pflanzen, Blumen, Stauden. Die sind oft in Torferde. Mag´s zwar nicht, aber kanns manchmal nicht aussuchen, wenn mir eine Sorte grad gefällt. Wenn auch mit schlechtem Gewissen, weil mein Kauf die Plünderung der Moore unterstützt :-( Dann gieß ich mit meinem Kohleelixier. Freu mich besonders, wenn im Untersetzer dann klares oder bräunliches Wasser rauskommt. Dann hat der Torf die Kohle aufgenommen. Stell mir richtig vor, wie er aufatmet, weil erstes Leben in den wohl sterilen Kunstdüngerboden kommt. Dann freuts mich ein bissl, hab das Gefühl, an ganz ganz kleiner Stelle doch wieder was Gutes zu tun... (Tja, so ambivalent ist das Leben...)

Finde es auch gar keine Konkurrenz, wenn die eine mit EM, der andere mit aeroben Mikroorganismen, Komposttee und andere nochmal mit was Anderem arbeiten (Hefe, Sauerkrautsaft, Silage und was immer noch). Es gibt doch viele Wege, dafür plädiert auch das TP-Buch.

Ganz wichtig ist doch auch, dass ich mit meinem Weg Freude hab, oder? Das Gefühl, stimmig zu tun tut doch gut. Nur direkt schaden sollt mer net. (ok, der Torf-Topf-Kauf bleibt eine Sünde - und auch der Erdöl-Plastik-Topf, Autofahrt, ...). Aber insgesamt bitte kein Fundamentalismus oder Kampf um die "reine Lehre" zwischen verschiednen guten Wegen. Das Leben ist doch auch so vielfältig. Nur der Mensch möcht sich manchmal verrennen... Das aber nur am Rande - ich empfind keine Diskussion hier als Glaubenskampf :-)

Also das mit den Rotwürmern find ich auch total spannend. Ist da viell. ein Name bekannt, dass man mal nachlesen kann? Riesenwürmer, die 30 cm tief graben. Leisten im schweren Lehm-Tonboden ja richtig Schwerarbeit... Sind scheints richtige Heinzelmännchen. Was man auch immer schönes Neues hört. Macht richtig Freude. Danke!

Weiterhin viel Erfolg allem Aktiven und einen schönen Austausch!

LG
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Do 4. Sep 2014, 03:04 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 33
Hallo Erdfreund!

Also den Komposttee mach ich mit gutem Kompost, Regenwasser, Zuckerrübensirup und einer Teichbelüfterpumpe. Das hab ich von einem Biobauern, der hat verusche mit dem Komposttee und ohne gemacht. Im Prinzip funktionierts wie ein EM1 zu EMA Ansatz, nur halt dass Du statt EM1 Kompost nimmst und statt Luftabschluss Lust zuführst. Der Sirup ist der Nährboden, der Kompost liefert die Organismen und und die Luft die Guten Bedingungen zum vermehren. Du belüftest mind. 2 Tage und dann solltest DU Ihn innerhalb von 24 Stunden ausbringen. Das bringt reichlich Mikroorganismen auf die Erde...

Link hab ich im Moment leider keinen zu den Würmern, allerdings gib Rotwurm auf google ein, da findest DU eine Menge. In Deutschland gibts viele Anbieter, allerdings liefern die in Kompost, daher würd ich kühle regnerische Tage zum bestellen nehmen, an denen Du gleich aussetzen kannst.

Und ja ich denk mir auch, dass die Herstellungsfrage zweitrangig ist. Ich freu mich auch etwas für meinen Grund und Boden zu tun und gleichzeitig auch etwas für die Umwelt.

So und jetzt erst einmal alles Liebe und auch herzlichen Dank für Deinen Input mit dem Gießen, der hat mich bei meiner Verteilproblematik sehr weiter gebracht. Weil den fertigen Kompost flächig verteilen ist schon ein mords Aufwand, mal abgesehen davon, soviel Kompost zu produzieren ist ja auch nicht so ohne, auch bei einigen Mieten, fällt doch nur ein kleiner Teil reifer ab ;-)

ALLES LIEBE und weiterhin viel Erfolg,

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Do 4. Sep 2014, 06:53 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Ich bin auch ein Fan von Komposttee-
man braucht keine Kompostwürmer kaufen, die finden sich von alleine ein.
Zumindest war das meine Erfahrung, habe einen Komposter voller Mist gemacht und wollte ihn im 2. Jahr als Kompost verwenden- es waren Unmengen von Kompostwürmern im Kompost, obwohl ich keinen einzigen Kompostwurm gekauft hatte. Also noch ein Jahr gewartet und im nächsten Jahr für die Kompostteeherstellung verwendet. Die Würmer ziehen aus, wenn sie ihre Arbeit getan haben.
Rinder, Pferde- und Kaninchenmist werden von den Kompostwürmern besiedelt, bei Mist von anderen Tieren habe ich noch keine Erfahrung.
Bei der Terra Preta heisst es auch- erst verwenden, wenn die Wümer ausgezogen sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Do 4. Sep 2014, 09:12 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 33
Hallo Hobbygärtnerin!

Das mit den Würmern ist so eine Sache des Bodens, in leichten bis mittelschweren siedeln für normal viele Würmer, wenn man darauf achtet dass man sie regelmäßig füttert ;-) Bei schweren Böden siedeln sie nicht so gerne, es gab bei mir vereinzelt Mehlwürmer, Kompostwürmer gar keine.
DIe Ausgangslage bei meinem Boden ist ja auch ein sehr hoher Tongehalt (95% an der Oberfläche) 100% in einem Meter tiefe, über lange Zeit stark verdicthtet, hier war die Abbaustelle einer Ziegelfabrik, also wahrscheinlich viele schwere Fahrzeuge.
Ich Mulche seit c.a. 10 Jahren und so lange habe ich auch meinen Kompost. Allerdings blieb der Erfolg aus, Im Kompost gar keine (und es war immer Mischkompost, sprich Küchenabfälle, Grasschnitt, Häckselgut, etc.) Würmer, erst nach der Reifung fand sich gelegentlich ein Mehlwurm.
Daher habe ich sie heuer auch ausgesetzt. Und siehe da, sie scheinen sich Pudel wohl zu fühlen.

Alles Liebe,

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Do 4. Sep 2014, 10:11 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Hallo Rainer,
dachte auch immer, dass die Würmer den Boden benötigen.
Aber- wir lagern unseren Mist auf einer betonierten Mistlagerstätte ohne jeglichen Erdkontakt- im 1. Jahr siedeln sich Pilze auf dem Mist an, im 2. Jahr wimmelt es nur so von roten Kompostwürmern. Jetzt im 3. Jahr sind sie noch an den oberen Schichten zu finden, weiter unten in Richtung Betonplatte ist es nur noch feinkrümeliger Kompost.
Ich frage mich- woher kommen die Kompostwürmer- Zuzug aus Erdschichten scheidet aus.
In normalen Gartenkompost fand ich ohne Zutun auch noch nie Kompostwürmer oder vielleicht waren sie so wenige, dass ich keine gefunden habe.
Es muss mit dem Mist zusammenhängen.
Eine weitere Erfahrung, ich habe die Kothaufen aus den Ställen gesammelt und in einen Komposter gegeben- keine Stroh, nichts sonstiges zugegeben- ein Jahr später - ein reiches Wurmleben.
Mein nächster Versuch wird der Terra Preta Kompost als Komposttee sein-


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