Terra Preta Forum

Informationen und Erfahrungen rund um das Terra Preta Phänomen

 
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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Do 11. Sep 2014, 22:12 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
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Danke Hobbygärtnerin,

für das Angebot! Also mich würds bei Gelegenheit schon interessieren.

Lauwarmes Wasser ist wieder eine neue Information. Ich nehm bisher Regenwasser aus der Tonne. Mit Umgebungstemperatur. Da es bei mir draußen steht, wärs nach Stunden natürlich nicht mehr warm. Oder wärmst Du am Ende auf? Man könnt ja was zugießen. Den Pflanzen täts bestimmt gut - warme Füße ;-)

Bin unterwegs und erst So. Abend wieder da ....

Bis dann danke und beste Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Do 11. Sep 2014, 22:25 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 32
Ja mich interessiert es auch!

Alles liebe, rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: So 14. Sep 2014, 23:27 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 32
Hallo!

Ich wollt Euch nur kurz einen kleinen Tipp weitergeben, den ich von meiner Mitbewohnerin habe....
Draufgekommen sind wir, weil sie umgetopft hat und dabei jede Menge Debrobrenas in den Töpfen gefunden hat.
Sie setzt Ihren Kompost in Mittelgoßen Pflanzgefäßen an, mischt fein durch und setzt da dann Kürbisse und Zuchinni hinein. Würmer scheinen diese Art zu lieben und das Vererden geht sehr schnell, der Frühjahrsansatz ist bester Ton-Humus.

Ich hab das natürlich gleich ausprobieren müssen und ein paar Herumliegende Pflanzkübel (reste von meinen Obstbaumpflanzungen) angesetzt und über den Garten verteilt.... Mit etwas Glück habe ich dann im Frühjahr gute Terra Preta vorzuchttöpfe ;-)

LG,

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Mo 15. Sep 2014, 19:39 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Danke Rainer

für den Tipp! Eine Frage: was sind denn Debrobrena für Würmer? Hab sie bei gooogle nicht gefunden.

Hab vor kurzem mal versuchsweise Kompostwürmer in Blumentöpfe gesetzt. Kann aber sein, dass sie sich dort nicht wohl fühlen. Sind keine grabenden Würmer und leben wohl lieber in frischem Kompost. Na ja, ein Versuch kann ja nicht schaden.

Leider wirds abends schon früh dunkel. Da wird die Zeit etwas knapp, wenns nicht über Tag geht. Na, viell. müsst ich mal meine Kopflampe zurückbitten, die ich ausgeliehen hab...

Liebe Grüße in den Abend
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Mo 15. Sep 2014, 23:56 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 32
Hallo Erdfreund, ich hoffe Dein Ausflug war schön!

Die Artenbezeichnung ist Eisenia hortensis, da sie sehr groß sind haben sie viele synonyme, wie Debrobena (bei mir nicht so sehr auf Rechtschreibung achten, das war noch nie meines)
http://www.dendrobena.org/
Oder auch Californian Wriggler, Südafrikanische Nightcrawler,...
Marketingnamen. Das ist die zweite Sorte Würmer, die auch als Angelwürmer verkauft wird, weil sie auch sehr groß werden. Allerdings sind sie etwas billiger als Tauwürmer, weil sie nicht aus kanada importiert werden müssen ;-)

Sie graben auch nicht tief, bis zu 30cm, Ihr natürlicher Lebensraum ist unter der Laubschicht im Wald.
Ahja und würmer kommen bei Tag sowieso so gut wie nicht an die Oberfläche, die meisten ruhen unter Tags, sie sind ja sehr Sonnenempfindlich. Wenn Du wissen willst ob Du reichlich Würmer im Garten hast, wirst Du um die Taschenlampe nicht herumkommen...
Allerdings ist vorsicht geboten, bei uns zumindest ist gerade Paarungszeit und da sind die Würmer so vertieft, dass sie sich nicht stören lassen sprich aufpassen dass Du nicht auf sie draufsteigst...

In meinem Badewannenbeet sind die Würmer auch ausgezogen, wies Ihnen nicht mehr gefallen hat, aber gebracht hat es viel, ich hatte noch nie so riesige Paprikapflanzen...
Wobei heuer das Wetter sicher auch geholfen hat...
Hm und unsere Bauern leiden, weil soviel zum Ernten da ist, dass die Preise so gering sind, dass sie entweder viel Verlust machen, oder einfach nicht ernten. Ich glaub es gab Zeiten da haben sich die Menschen über solch reiche Jahre wie heuer gefreut. Naja....
Ich freue mich über die Köstlichkeiten die ich täglich genießen kann...
Schönen Tag morgen und alles Liebe,

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Di 16. Sep 2014, 14:23 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Danke Rainer,

viel Regen, aber Ausflug trotzdem gut!

Habe Kompostwürmer Eisenia foetida. Habe von E. hortensis gelesen und jetzt Deinen link! Danke für die Infos! Schön, dass sie auch in Töpfen vererden und TP erzeugen!

Der Rasen bei mir ist sattgrün und voller Häufchen. Habe 2 Wochen lang mein Elixier für Töpfe und Anderes gebraucht. Jetzt mal wieder die Rasen-Würmer gefüttert.
Werd nachts mal mit Lampe schaun, ob ich die Heinzelmännchen an der Oberfläche entdecke ;-)

Freu mich auch über den Kompost. Er ist warm, wuselt vor Leben und hat unten schon viel Roh-TP.

Gleichwohl denke ich immer wieder, der Prozess der Erdbildung ist auch so wertvoll, dass er nicht alleine nur im Kompost ablaufen sollte. Sondern möglichst viel auch auf der Fläche. So wie Mulchen ja auch Kompost auf der Fläche ist. Boden und Pflanzen sofort zu gute kommt, und nicht erst nach einem halb oder ganzen Jahr. Am besten ist sicher Kombination von verschiedenen Wegen - grad so, wie es den Möglichkeiten jedes Einzelnen passt.

Hab mal versucht, Roh-TP mit Wasser aufzuschlämmen und einen Schnell-Rohkompost-Tee zu machen. Grad mal 10 Minuten ziehen lassen, dann im Netz durchseihen und den Humus wieder zurück auf den Haufen geben. So überleben die Kleintiere noch, und ich hab gleich wertvolle Gießbrühe.

Ein gereifter Tee mit Melasse und so hat aber sicher noch mal ganz andere Qualität. Das kommt bei mir auch noch, wenn die Umstellung weiter voran geschritten ist.

Danke und alle lieben Grüße
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Do 18. Sep 2014, 22:07 
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Registriert: Di 26. Aug 2014, 16:56
Beiträge: 32
Hallo Erdfreund!

Ja ich bin mir Dir ganz einer Meinung, dass es die Kombination macht... Daher Mulche ich auch heuer noch die Halbe Fläche selbst und ab dem Nächsten Jahr macht dann mein Druide die Arbeit und verteile mit dem Gießwasser Mykohyozinta, Brenesseljauche und eben auch Komposttee und wie Du's so schön nennst mein Elexier ;-)

Die Idee mit dem Schnell auszug gefällt mir, werde ich bei Gelegenheit ausprobieren.

Alles Liebe,

Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Fr 19. Sep 2014, 16:15 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo Rainer, Hobbygärtnerin und Alle,

und danke Rainer!

Habe inzwischen mein Elixier ein bissl verändert nach den Anregungen hier. Die Töpfe bekommen es etwas aufgewärmt - wie Hobbygärtnerin empfiehlt. Von wegen "warme Füße". Grad ists wieder mild, aber die Nächte werden doch bald sehr kühl. Da gibt ein warmer Schluck am Morgen doch einen guten Start in den Tag... Danke für den Tip!

Melasse hab ich leider (noch) nicht. Jetzt helf ich mir mit einem Esslöffel Zucker auf 10 ltr. Elixier. Natürlich ist reiner Auszugs-Zucker steril von den Nährstoffen her. Melasse oder Sirup wären sicher besser. Allerdings tu ich 3 Handvoll pürierte Küchenreste dazu, versetzt mit Hefe und einem Schuss EM. Da das blubbert, werden sich die Mikroorganismen wohl vermehren. So ne Art Start-Bokashi. Dadurch kommen sicher genug Nährstoffe aller Art dazu. Das also ins Elixier, und den Zucker. Damits nochmal einen Vermehrungsschub gibt, während die Kohle zieht.

Übrigens enthalten nicht gekochte Blätter und Schalen auch jede Menge natürliche Mikroorganismen und Wildhefen. Komopstauszüge sowieso. Also da ist ein Riesen-Angebot. Dann entwickelt sich was will und kann :-)

Der ganze Rasen ist jetzt übersät mit Regenwurmhäufchen. War neulich nachts mit Licht draußen. Da waren Würmer ganz versunken beim tete a tete. Wie Rainer beschrieben hat. Na, sollte den Rasen doch nachts lieber meiden. Will ihr Glück ja nicht jäh zertreten ... ;-)

Die Küchenreste aufzulösen und stark verdünnt im Elixier anzuwenden, statt im Kompost, hat auch einen ganz praktischen Nutzeffekt. Hatten früher schon mal unliebsame Mitbewohner im Kompost, nachdem unsere Katze weg war. Die bekommen, vermute ich mal, von der stark verdünnten Lösung mit Kohle jetzt nichts mehr ab. Darf ja so ziemlich Alles bei uns leben. Nur bei bestimmten "Freunden" ziehen wir eine klare Grenze. Tun auch kein Essen ins Klo, was die "Freunde" im Kanal füttern würde.

Hab von jemand ganz feine Kohle bekommen. Erleichtert mir meine "Wirtschaft" schon sehr. Die ganz feine fürs Elixier, Rasen und Töpfe. Beim Gießen lägen sonst die Stücke ja nur oben. Zusätzlich mit dem Spaten zerkleinerte Grillkohle - von mehlfein bis stückig - für den Kompost. In Erde eingemischt sind Stücke bestimmt sehr gut. Für Luft, Wasser, Nährstoffe. Freu mich schon aufs Frühjahr, wenn ich den ersten größeren Haufen TP habe....

Beste Grüße ins Wochenende
Erdfreund


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Mi 12. Aug 2015, 10:43 
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Registriert: Do 3. Jul 2014, 03:41
Beiträge: 22
Ich klinke mich hier mal ein, weil ich auch begonnen habe selbst so ein ähnliches Gebräu in meinem Garten auszubringen.
Angefangen hat alles damit dass ich "Goldwasser" als Giesszusatz entdeckt habe und ziemlich begeistert war wie schnell das meine schwächeren Pflanzen aufgerichtet hat. Da ich mir einen Sack Biokohle bestellt hatte kam ich auf die Idee das zu kombinieren und im Grunde genommen gehe ich jetzt ähnlich vor wie Erdfreund nur dass ich die Beete und nicht den Rasen giesse und aber auch die groben Stücke drin lasse also nicht absiebe sondern ordentlich Pampe auf die Bette giesse.

Mein Gedanke war: Wenn sich die Kohle mit dem nährstoffhaltigen Goldwasser-Regenwassergemisch vollsaugt ist sie ja schon ordentlich präpariert und die Mikro-organismen können dann auch noch in den Beeten einziehen.

Der nächste Gedanke war dann, dass ich mit Wurmkompost die Mikroorganismen ja auch noch gleich in die Giesskanne einbringen könnte.

Ich habe in meiner Giesskanne nun also (aktuell) ein Gemisch aus Biokohle, Gesteinsmehl, Wurmkompost und Erde aus Maulwurfshügeln. Die Pampe fülle ich immer mit Regenwasser (oder Flußwasser) auf und vergiesse das dann immer bis auf einen kleinen (festen) Rest den ich in der Giesskanne lasse. Das fülle ich dann wieder peu a peu mit Goldwasser, Kohle, Kompost usw. auf. (Hintergedanke: Im Pampenrest bilden sich vielleicht schon Bakteriennester die den Prozess etwas beschleunigen).

Mein nächster Schritt ist es die Geschichte noch um verschiedene Jauchen zu erweitern und den Komposttee professioneller mit Pumpe herzustellen. Dafür habe ich mir für meinen stromlosen Garten ein kleines Solarset und eine Aquariumspumpe gekauft.

Mein Plan: Die Holzkohle in die verschiedenen Jauchen und den Komposttee einlegen und das alles mit der Giesskanne in den Beeten verteilen.

Im Moment giesse ich hauptsächlich die Pflanzen die "gekommen sind um zu bleiben" - also Rhabarber, Rosen, Beinwell usw. weil ich plane meinen Hochbeeten mit dem Gemüse eh eine grössere Dosis Terra Preta zu verpassen. Allerdings ist das mit den grösseren Mengen so eine Sache, weil die Herstellung natürlich einige Zeit dauert.
Von daher bin ich überglücklich mit der Gieß-Methode das Gefühl zu haben, dass sich mein Garten schon in Richtung Terra Preta bewegt und Eile und Hast sind im Garten ja eh fehl am Platz. :)

Im Moment baue ich mir auch ein Kompostklo (aerob, ohne EM), das auch eine wichtige Rolle im "Kreislauf" spielen soll. Allerdings wollte ich dessen Ergebnisse nicht in meiner Giesskanne verarbeiten sondern zu Hecken-Terra-Preta-Kompost aufarbeiten.

Auf jedem Fall danke für all die Anregungen die ich in diesem Thread gefunden habe!

@Erdfreund: was gibt es bei dir neues?


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 Betreff des Beitrags: Re: Versuch Terra Preta für Rasen
BeitragVerfasst: Mo 17. Aug 2015, 11:51 
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Registriert: Di 15. Jul 2014, 11:57
Beiträge: 97
Hallo dynamind,

danke für Deinen Beitrag!

Im Grunde machen wir es fast gleich: Eine ordentliche Kohle-Soße mit allen möglichen Bio-Nährstoffen, Goldwasser, Kompost, paar Tage ziehen lassen und dann ausgießen.

Sieben tu ich nur für den Rasen, damit wir nicht barfuß über Kohlestücke laufen. Auf die Beete kommen auch Fein- bis Grobfraktionen gemischt. Ich habe ein Wurfgitter, da gehen ca. 2 cm gerade noch durch. Gröberes bleibt übrig, wird kleingetreten und wieder gesiebt.

Inzwischen habe ich viel selbstgebrannte Kohle aus dem Holz einer gefällten Douglasie. Ist wunderbar weich und mürbe, leicht zu zerkleinern. Ich kann gleich 30 - 50 ltr. in einer Mörtelwanne gleichzeitig aufladen. Die gieße ich nach Aufladen mit dem Eimer in großem Schwung über die Beete aus. Die Würmer sollens weiter verteilen. Oder über den Rasen mit der Kanne, weil die gleichmäßiger geht. aus. Anschließend dusche ich mit dem Gartenschlauch die Blätter der Pflanzen ab. Zur Zeit ist alles so dicht bewachsen, dass ich den Boden nicht richtig checken kann. Werde dann im Herbst auf den Beeten sehen, wie sich der Boden entwickelt.

Der Kompost bekommt neben organischem Material immer auch Kohle und Mineralboden. Den verwende ich an Stelle von Gesteinsmehlen, bekomme ihn umsonst in beliebigen Mengen. Mischung ca. 3-5 Eimer Organik, 1 Eimer Mineralboden und 1/2 - 1 Eimer Kohle-Soße, je nach Verfügbarkeit. Wuselt von Asseln und Eisenia-Regenwürmern.

Sehr vorsichtig geworden bin ich inzwischen bei Topfpflanzen. Hatte mit verdünnter Kohle-Soße einige Ausfälle. Viell hab ichs "zu gut" mit Nährstoffen gemeint. Habe insbesondere Goldwasser in Verdacht. Selbst in 1:10 verdünnter Form reichert es sich wohl in Töpfen an, da nur hinein, aber nichts mehr hinaus geht. Und so viel entziehen die Pflanzen dann wohl doch nicht?! Gartenboden - Beet und Rasen - scheinen mir da etwas stabiler zu sein, solange man´s nicht übertreibt.

Begonnen hatte ich das Thema mit "Rasen". Hier hat sich sehr viel geändert. Wir hatten eine große alte Douglasie, die den Rasen endlos ausgehungert, getrocknet und beschattet hat. Im Winter nun musste sie - aus verschiedenen Gründen, auch Standsicherheit - gefällt werden. Dabei kam auch ein kleiner Bagger zum Einsatz. Drei Viertel des Rasens waren danach hinüber. Und ein Loch, aus dem der Stubben raus war, und Unmengen Steine.

Den Trichter habe ich mit viel Kompost, aufgeladener Kohle, Erd- und Mineralboden-Mix gefüllt und aufgepeppt. Jetzt steht ein junger Obstbaum darin und gedeiht prächtig. Den zerwühlten Rasen habe ich spatentief umgegraben, ebenfalls mit Kohle-Humus verbessert und neu eingesät. Den käuflichen Rasensamen habe ich mit mehreren Mischungen Wildwiesen-Samen gemischt. Der Rasen gedeiht ebenfalls dicht und prächtig. Er wird gemäht, aber nicht ganz gleichmäßig. An manchen Stellen, wo´s nicht stört, bleibt er ungemäht, hier blühen bunte Wiesenblumen. Andere Stellen mähen wir etwas versetzt, mal mähen, mal zeitweise stehen lassen. Da überleben zumindest Rosetten diverser Kräutlein. So können wir den Rasen begehen und nutzen, und haben gleichzeitig Inseln und Streifen mit Blühpflanzen.

Der alte, nicht umgegrabene Rasenteil bekommt ab und zu weiter Kohle-Elixier. Hier wachsen zwischen dem Gras jede Menge niedere Blüh-Kräutlein - von Manchen als Unkraut bezeichnet. Gänseblümchen, Weißklee, Günsel, Ehrenpreis, Wegeriche vertragen gelegentliche Mahd gut, der Kräuterrasen ist dicht, begehbar und sanft zu den Füßen. Weißklee blüht hier auch rechts im Logo von Triterra :-). Sogar mit Löwenzahn und dem verwandten Ferkelkraut haben wir unseren Frieden ;-). Ich weiß gar nicht, warum Andere dieses "Unkraut" bekämpfen oder lästig finden. Es blüht, samt sich aus und schränkt uns nicht im Geringsten ein. Im Gegenteil - wir lassen den Schnitt liegen, lockern und rechen ihn ins Gras ein, so dass er die Narbe nicht erstickt, Wurmfutter und Humus bildet und die Samen breiten sich aus. Das Ganze sehr undogmatisch - wenn wir meinen, es sollt mal wieder gemäht werden, wird gemäht. Wir laufen drüber, stellen Stühle auf, haben eine Feuerstelle, tun, was wir wollen. Wer als Kräutlein damit klar kommt, packt es, wer nicht, muß halt weichen oder sich am Rand vergnügen....

Soweit mal wieder der Bericht aus dem sonnigen Süden.

Beste Grüße
Erdfreund


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