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 Betreff des Beitrags: Erfahrungen mit dem Sampada
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 12:32 
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Registriert: Mo 11. Feb 2013, 16:13
Beiträge: 46
Hallo Leute!
Ich wünsche Euch allen ein gutes neue Jahr!

Ich benutze gerade den nicht vorhandenen Winter, um ein neues Hochbeet zu bauen. Dafür brauche ich natürlich jede Menge Kohle, die ich mit dem Pyrolysekocher herstelle.

Aber, was im Sommer kein Problem ist, ist jetzt viel schwieriger:
Es qualmt wie Sau: Schon ein einziges Stück Holz, das feuchter ist, als es aussieht, kann einem den ganzen Ansatz verqualmen…;-)

Jetzt bin ich auf die Idee gekommen, Euch nach Euren Erfahrungen mit diesem Gerät zu fragen: Was geht gut, was weniger?

Ich gehe mal mit gutem Beispiel voran:
Anzünden:
Ich lasse das Holz ein ganzes Stück raushängen, und versuche, es lichterloh anzubrennen, damit es nicht so qualmt. Tannenzapfen (Kienäppel) gehen gut, Papier natürlich, und um diese Jahreszeit Kerzenreste. Wenn sie noch einen Docht haben, schräg einsetzen, dann tropft das Wachs auf das darunterlegende Holz und entzündet es.

Kochen:
Ich finde, die entstehende Energie muss man nutzen. Am besten gehen Kartoffeln, weil man da nicht rühren muss, selbst um diese Jahreszeit. Ein gut schließender, sonst ausrangierter Topf (Ruß!) ist wichtig. Mehr Wasser nehmen, da mehr verdunstet.

Ablöschen:
Nach dem Ablöschen so schnell wie möglich die Kohle rausnehmen, und den Kocher trocknen lassen. Der rostet nämlich wie Sau.

Hat jemand von Euch schon mal versucht, etwas Anderes darin zu verkohlen als Holz?
Bringt Nachlegen mehr Ernte, oder muss man immer einen neuen Ansatz machen.
Was tut Ihr zur Qualm- und Rostvermeidung?
Was kocht Ihr darauf?

Gruß, Marianne


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Sampada
BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2014, 16:15 
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Registriert: Mo 13. Jan 2014, 15:26
Beiträge: 1
Hallo Marianne,
ich habe seit ca. einem Jahr den Sampada-Kocher in Betrieb. In Gegensatz zu Dir benutze ich das Teil fast ausschließlich im Winter. Übermäßiger Qualm entsteht nur, wenn das Material zu nass ist. Ich trockne das Holz vorher in Faltboxen auf einem Heizkörper. Das klappt sehr gut. Als Brennmaterial setze ich überwiegend Fichtenholz von Einwegpaletten ein.
Anzünden:
Normalerweise wird mit Hobelspänen angezündet. Wenn die trocken sind brennen sie sehr gut.
Kochen:
Ich koche Kartoffeln für meine Hühner, oder erhitze einfach nur Wasser, das ich über vermosste Weg oder Unkraut gieße.
Ablöschen:
Ich fasse den Kocher mit Handschuhen unten an den Füßen an und schütte den Inhalt in einen großen alten Kochtopf. Anschließend Deckel drauf und Ruhe ist. Es qualmt nur aus dem Topf, wenn vorher noch nicht alles Material verkohlt war. Pro Durchgang entstehen so ca. 250 bis 300 Gramm Holzkohle.
Mahlen:
Wenn der Kochtopf voll ist drehe ich die Kohle durch einen alten Fleischwolf. Der ist mit einer sehr groben Scheibe versehen, so dass schöne kleine Holzkohle erhalte.

Mit Nachlegen habe ich schlechte Erfahrung gemacht. Da fängt es bei mir immer sehr stark an zu qualmen und zu rußen.
Viele Grüße
Johannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Sampada
BeitragVerfasst: Mi 15. Jan 2014, 13:25 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Gut zu lesen, muss auch wieder in die Holzkohlenproduktion einsteigen.
Im Frühling, Sommer, Herbst finde ich das Gerät praktischer.
Ich verwende sehr gut trockene Hackschnitzel, zum Anzünden noch trocknere Fichtenzapfen.
10 l Wasser bring ich damit zum Kochen und für Spiegeleier reicht es auch noch.
Wenn ich das Gefühl habe, dass die Hackschnitzel gut verkohlt sind, schütte ich sie in ein altes hohes Backblech, übergiesse sie mit Wasser und lasse sie auskühlen.
Danach kommen sie in eine alte Metalltonne und je nach Bedarf werden sie in flüssigem Düngegemisch eingewicht.
Als Versuch habe ich in einer alten Tonne Zeitungspapier und Wellpappe verkohlt,
erstaunlicher weise bliebt die Papierkohle auch im Kompost stabil.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Sampada
BeitragVerfasst: Fr 17. Jan 2014, 17:05 
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Registriert: Mo 11. Feb 2013, 16:13
Beiträge: 46
Hallo Johannes, hallo Hobbygärtnerin!
Danke für Eure Ideen.
Das Holz auf die Heizung zu legen, ist natürlich eine Idee. Das muss man bloß mit den Mitbewohnern hinkriegen. Die schütteln ohnehin über allerhand Dinge den Kopf…;-)

Was für ein flüssiges Düngegemisch hast Du denn?

Gruß, Marianne


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Sampada
BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2014, 08:27 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
Hallo Marianne,
als Düngegemisch zum Holzkohleaufladen kommt zur Anwendung was gerade da ist,
eingeweichte Kuhfladen oder Beinwell-Brennesselbrühe, Komposttee.
Wenn ich die Holzkohle einweiche, dann gebe ich noch immer alte Marmeladen, Zucker oder Melasse dazu. Hab es irgendwo gelesen und deswegen schütte ich dort auch das Wasser rein, wenn ich fast leere Gläser mit irgenwelchen süssen Inhalten auswasche.
Ich muss überlegen, ich habe ein Rezept für Tante Millis Bug Juice, das ist so ein Gemisch aus Halshaltssachen, die den Bakterien sehr gut schmecken. Davon schütte ich auch auf den Kompost.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Sampada
BeitragVerfasst: Sa 18. Jan 2014, 11:54 
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Registriert: Do 13. Jan 2011, 12:32
Beiträge: 109
Hallo !

Ich habe meine Holzkohle in einem Kübel, für die Bokashiherstellung im Haus. Die weiche ich auch immer mit Ema-Wasser ein und gebe Urgesteinsmehl dazu.

Draußen, für die Terra-Preta-Produktion im größerem Stil habe ich die Holzkohle so im Freien auf einem Haufen gelagert. Da kann sie sich schön mit Feuchtigkeit vollsaugen, da schütte ich auf öfters das Zellwasser vom Bokashikübel drüber oder auch verdünnten Urin. Da kann sich die Holzkohle gleich mit Stickstoff anreichern.

lg elis


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