Terra Preta Forum

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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Do 13. Feb 2014, 08:18 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
update:

Nachlegen mit Wuerfelhoz auf wenig Glut und, gerade wenn es am Besten brennt, grosszuegig Asche drauf plus Luft komplett drosseln gibt am naechsten Morgen so ~50% der anfaenglichen Glut als Kohle, teilweise noch am Gluehen.Allerdings macht gerade das Absieben ziemlichen Ascheflug. Staubmaske tragen!

Alternativ koennte man das Glut-Asche Gemisch noch zwei Tage lang abkuehlen lassen; wuerde natuerlich noch etwas Kohle vergluehen dabei...

Fazit:
Durchaus machbar aber auch nicht ganz ohne Probleme.

VG


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Fr 14. Feb 2014, 19:39 
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Registriert: Mi 5. Feb 2014, 09:30
Beiträge: 16
Hallo ihr Köhler
ich habe auch schon alles mögliche ausprobiert in meinem Kachel(Grund-)ofen. Dicke Brocken auf die Glut und mit Asche zudecken ist immer Glücksache und wenn es funktionier hat man noch die Last mit kleinkloppen. Mit Konservendosen war's im Prinzip ganz gut, aber die sind nach spätestens 10 mal brennen durch. Seit November habe ich jetzt Edelstahl-Voratsdosen (mit Überstülp-Deckel), Größe ca 1 Liter. Da packe ich Sägemehl/späne rein, gut feststampfen und mit einer großen Grillzange ab auf die Glut (Deckel nach unten) Nach einer Minute schiessen die Flammen aus dem Spalt zwischen Deckel und Dose und nach ca. 1 Stunde (je nach Glut) ist die Kohle fertig. Dann noch etwas abkühlen lassen (im Ofen direkt an der Tür und dann vor den Ofen gestellt).
Ich habe 2 Dosen umschichtig in Betrieb und jede bestimmt 100 mal gebrannt und noch kein Anzeichen von Korrossion (der Edelstahl-Glanz ist natürlich nach dem 1. Mal weg).
Die Dosen habe ich aus einem 1-€-Laden für 3 € das Stück.
Zu meiner Sicherheit trage ich immer dicke Lederhandschuhe und die Kohle kommt erst in einen Keramik-Topf mit Deckel (großer Blumentopf mit Untersetzter) und dann in einen Blecheimer. Da brauche ich dann nicht ablöschen.
PS: TP mache ich seit 3 Jahren, mit 6 Baukübeln á 90 Lt. umschichtig - funktioniert einwandfrei!
Klaus, der Rentner


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Fr 14. Feb 2014, 20:42 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Hallo Klaus!
Ich bin auch wieder beim Dosenkonzept, aber jetzt heavy duty:
2,5Ltr Dose aus 2 mm starken Normalstahl (Schrottteilen) zusammengeschweisst; wozu hat man das Zeug denn sonst herumliegen? Das muesste eine Zeit lang halten...
Wird mit Kleinholz sorgfaeltig und dicht gefuellt; unten sind keine Loecher drin, Abzug nur durch den ohnehin nicht ganz dicht schliessenden Deckel, das Holzgas heizt spuerbar mit! Logisch, wenn man Glueck hat und NiRo-Dosen zu gutem Preis findet geht es auch anders....
In der dionysischen Fakultaet (anaerobe Vergaerung) bin ich komplett neu. Im Hinterkopf hab' ich das schon seit der Alpenparlament-Sendung, aber jetzt probiere ich das mal. Man kann eben nicht alles auf einmal machen...
Ich lege einen kleinen Waldgarten an, und da bietet sich an in grosszuegigen Pflanzgruben fuer die Straeucher und Baeume direkt zu vergaeren und dann darueber zu pflanzen. Amphoren kann ich deswegen zwar keine brennen, aber ich koennte die Grueben mit dicker Lehmschlaemme ein-zweimal auswerfen (wie Zementspritzer unter Mauerputz) und das dann leicht lufttrocknen lassen. Meinung dazu?

Viele Gruesse


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Di 18. Feb 2014, 08:58 
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Registriert: Mi 5. Feb 2014, 09:30
Beiträge: 16
Hallo Erdgeist
wie groß die Dosen sind, hängt natürlich von der Ofengröße ab. Ich hatte auch mal eine 2 1/2 ltr.-Dose, die war einfach nicht handhabbar in meinem Ofen. Aber mit dem Dosen-System nutzt man die Wärme und verräuchtert nicht die Gegend!
Aber hier noch ein Tip: Die Kohle ist gut, wenn sie (abgekühlt) nach Nichts riecht. Wenn sie stark süßlich riecht, sind da noch Aromaten drin und wenn man genau hinschaut ist die Kohle nicht schwarz sondern braun. Das ist weiter nicht schlimm wenn man sie mit EM weiterverarbeitet! Also zu TerraPreta fermentiert! (nicht anaerobe Vergärung sondern Fermentation!)
zu dem ganzen Thema empfehle ich das Große EM-Buch von Dr. Zschocke (von TriaTerra). Es ist sehr (!) ausführlich.
Klaus, der Rentner


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Di 18. Feb 2014, 17:16 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
Hallo Klaus!
Das mit dem Geruch und der Farbe ist mir auch aufgefallen. Und seitdem ich in der Dose nur mehr oben Loecher habe kann ich sie auch lange brennen ohne dass die Kohle drinnen zu gluehen beginnt.

Zur Begrifflichkeit; vielleicht ist es am Besten, die Sache im Einzelfall einfach durch die involvierten Microben zu definieren....

Viele Gruesse


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Mi 19. Feb 2014, 07:46 
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Registriert: Di 21. Jan 2014, 17:08
Beiträge: 6
Danke für die Tips. Mein Flaschner hat mir zwischenzeitlich einen Eimer aus stärkerem Material geemacht, der macht bisher einen guten Eindruck.
Zum Zerkleinern ist mir eine Idee gekommen, wie wärs mit einer Obstmühle? Hat schon jemand damit Erfahrung?


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Mi 19. Feb 2014, 09:23 
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Registriert: Mo 10. Feb 2014, 09:06
Beiträge: 227
@wurzelsepp: ich glaube, maschinelle Zerkleinerung der Kohle macht nur bei groesseren Mengen Sinn (wenn man in m3 spricht anstatt in Ltr). Da finde ich den Ansatz von Klaus viel besser: eher vorher das Holz zerkleinern als nachher die Kohle; auch teilweise zerkleinern hilft bereits. Dazu noch: bedingt gilt, je haerter das Holz desto haerter die Kohle. Ich nehme eher Nadelholz als Laubholz; fuer gute Grillkohle waere natuerlich das Umgekehrte besser. Die kleinere innere Oberflaeche von schnell gewachsenem Holz nehme ich gern in Kauf. Auch der Trick <Spaten im Eimer> ist sehr gut (hab' ich hier irgendwo gelesen..)


Bei Maschineneinsatz an die Staubentwicklung und an die spaetere Maschinenreinigung denken!

Viele Gruesse


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Mi 19. Feb 2014, 09:28 
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Registriert: Mi 5. Feb 2014, 09:30
Beiträge: 16
Hallo Wurzelsepp
zum Zerkleinern von Holzkohle habe ich schon folgendes ausprobiert: schnell laufender Shredder (Scheibe), Walzen-Häcksler und Fleischwolf und natürlich Spaten in Bottich. Ein akzeptables Ergebnis ob der Konsistenz der Holzkohle erzeugte ich nur mit dem Fleischwolf, bei den anderen Methoden musste ich mehrfach aussieben.
Zur Handhabung: trocken zerkleinert - riesige Staubwolke, man sieht aus wie ein Köhler! Gesund ist das auch nicht!
Angefeuchtet - nass gemacht: fürchterliche Schmiererei, setzt die Gerätschaften zu und backt dort beim trocknen fest und man kann die dicken Brocken schlecht absieben.
Also: Material vor dem Brennen möglichts klein machen. Ich hab da gute Erfahrung mit getrocknetem und geshreddertem Baum- und Strauch-schnitt gemacht (nur holziges Material), man kann aber auch Pellets nehmen!
Das beste Ergebnis habe ich aber nach wie vor mit den Sägespänen (gebrannt in der Dose), die Mikroorganismen (vor allem Regenwürmer) können das gut verarbeiten und die TerraPreta sieht richtig gut aus.
Auf in den Frühling und frohes Schaffen
Klaus, der Rentner


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Fr 21. Feb 2014, 08:49 
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Registriert: Di 21. Jan 2014, 17:08
Beiträge: 6
Habe bei der Obstmühle an eine handbetriebene, mit Zackenwalzen gedacht. Hatte vor Jahren selber mal Eine zum Kernobstmahlen. Damit dürfte kein Flugstaub entstehen.
Bin auf der Suche nach einer Gebrauchten.
Sägemehl, vor allem von Motorsägen läßt sich auch gut verkohlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkohle machen
BeitragVerfasst: Mo 17. Mär 2014, 14:18 
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Registriert: Do 10. Okt 2013, 17:54
Beiträge: 4
hallo Kreative!
Wenn man einen Holzvergaser hat, ist die frühere Unterbrechung der Luftzufuhr tatsächlich Mittel der Wahl - aber nur in einem separaten Heizraum! Bei unvollständiger Verbrennung (wenn zu wenig O = Sauerstoff vorhanden ist), reicht's nicht für CO2, sondern nur für CO.
Das ist Kohlenmonoxid, geruchlos und tödlich innerhalb weniger Minuten!!
Wenn man feuchte Biomasse verkohlen will, dann mit sehr viel Druck +Hitze, d.h. nur kommerziell möglich (--> Biokohle).
Zerkleinerung: Ich habe einen hohen, schmalen Kochtopf (Spargel?) dafür missbraucht: Handvoll feuchte kohle rein, mit Baumpfahl stampfen ...
Bei dieser verblödenden Arbeit fallen mir immer irgendwelche 3.-Welt-Filme ein und die Art, wie die Leute ihr Getreide mahlen. Es gibt bestimmt auch m.o.w. geeignete Mühlen, aber ich kenne keine.


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