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 Betreff des Beitrags: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Do 21. Mär 2013, 22:51 
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Registriert: So 8. Apr 2012, 20:28
Beiträge: 20
Hallo Freunde!

Vor etwa 3 Jahren, lange bevor ich von Terra Preta oder EM gehört habe, hatte ich mir von dem Ziegenhirten auf´m Berg eine größere Menge Mist geholt, den ich immer noch benutze, aber er ist jetzt fast alle.
In meiner Vor-Terra Preta-Zeit habe ich ihn als Dünger einfach überall verstreut, und seit ich konvertierter TP-Jünger bin, benutze ich ihn als Erstz für Exkremente.
Das Fraunhofer Institut behahauptet ja, die Original-TP der Indios sei mit 10% Exkrementen "von Menschen oder Schweinen" hergestellt worden.
Weil ich mir dachte, dass Fäkalien von Menschen oder Schweinen ja viel "stärker" sind als die von Ziegen, habe ich bei meinen bisherigen TP-Versuchen immer etwa 20% Ziegenmist benutzt.
Ziegen sind ja nun Wiederkäuer, in deren Verdauungssystem hauptsächlich Milchsäurebakerien das Futter in verdaubare Stoffe anärobisch unfermentieren. In frischem Ziegenmist sind also die meisten Mikrobenstämme, die EM ausmachen, schon drin. Frisch aktiviert und "noch warm". Super. Jetzt ist mein Mist aber schon drei Jahre abgelagert, die EMs haben also schon alles aufgefressen, was im Mist drin war. Für eine Anreicherung der Holzkohle mit Nährstoffen ist dieser Mist also nicht mehr optimal geeignet.
So ein Mist!

Außerdem lehnt meine Freundin eine Kompost-Toilette ab.
Ich mache mich jetzt auf die Suche nach einer Schweine - oder Geflügelfarm in der Nähe.

Nun ja, ich wollte eben auch mal von meinen Rückschägen berichten.

Sonnige Grüße,

Lopho


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jul 2013, 02:32 
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Registriert: So 8. Apr 2012, 20:28
Beiträge: 20
So, inzwischen bekomme ich meinen Mist von einem Reiterhof. Zwei Vorteile: Die Anfahrt ist nicht so weit und so abenteuerlich, und es ist fuer umsonst. Das ist aber auch schon alles. Der Mist ist auch nicht frisch (die unteren Schichten riechen leicht nach Ammoniak), und sie benutzen jede Menge Streu (der Hof ist sehr gepflegt, besonders die Stallungen). Holzspaehne, ich glaube hauptsaechlich von Pinien, geschaetzt 1:3. -Holz, das macht den Boden stolz!- , sagten die Alten. Mein Mischungsverhaeltnis hat sich also geaendert: 1 Eimer Pflanzenkohle, 4 Eimer Stallmist (1 Teil Mist, 3 Teile Holz), und 5 Eimer pflanzliches Material (mein Kompost).
Ich schaffe also 50% von aussen heran. Halleluja Selbstversorger! Das kann nicht die Endloesung sein.

Wir experimentieren weiter...

Gruss,
Lopho


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jul 2013, 08:28 
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Registriert: Mo 6. Mai 2013, 19:43
Beiträge: 32
Hi Lopho
Tja ohne Fleiß kein Preis.
Könntest die Ziegen in dein Garten holen und direkt in dein Bokaschieimer sch...... lassen (Scherz)
Also ich muß auch sagen das man ganz schön ranschaffen muß und wenn man nicht improvisiert Hammerpreise bezahlen muß den die Händler weittern auch hier ein Geschäft.
Z.B Holzkohlengruß in der Harzkköhlerei Sternberg 1 kg 2.- €,5kg Urgesteinsmehl 9,- € u.s.w.
Außerdem dauert es ja auch eine ganze weile bis man ausreichend T.P. hat.
wenn ich aber die ergebnisse sehe bestärkt es mich die Mühe auf mich zu nehmen. Habe gestern eine gurke aus dem gewächshaus geerntet die war 45 cm lang und nochnicht gelb oder so sondern schön grün und knackig. Bei vergleichsverkostung mit einer Supermarktguke viel die aus dem Supermarkt glatt durch. Um zu sparen benutze ich einkehrsand aus dem Baumarkt (ist ja auch bloß Basaltmehl ) Eine Top Zutat währe ja noch Bigonasche von den Kanaren aber die wird man hier nicht bekommen. Holzkohlengruß mache ich selber.Ichverwende auch noch den Inhalt unserer Campingtoilette ,natürlich ohne Chemie. Ich gebe gegen den Geruch nur eine Schaufel selbst hergestelltes Terrastreu zu.Mich würde interessieren ob man das flüssige EMA länger halten kann und auch vermehren kann um Unabhängig von Bestellungen zu sein. Mir schwebt vor Melassesirup, Zucker,Sauerkrautsaft.Joghurt hat da schon Jemand erfahrungen gemacht.

Gruß Kohlenkrümel


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jul 2013, 15:45 
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Registriert: Do 13. Jan 2011, 12:32
Beiträge: 109
Hallo Kohlenkrümel !

Das Urgesteinsmehl ist aber teuer bei Dir. Frag doch mal in einem Landwirtschaflichen Lagerhaus nach. Ich bezahle für 40 kg Biolit (Diabasgestein) ca. 7 € und kaufe es in einem Lagerhaus.

lg. elis


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jul 2013, 16:55 
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Registriert: Mo 6. Mai 2013, 19:43
Beiträge: 32
hi elis
danke für den Tipp werd mal rumhorchen.
Das urgesteinsmehl ist aus dem Baumarkt und von Neudorff da bezahlt man den Namen mit Meiner Meinung nach wird es sowiso nicht mehr lange dauern bis die korrupte Düngemittellobby die sowiso schon in der EU ihre Leute haben versucht die ganze EM Sache versucht zu verbieten oder abzuwürgen.
Ich benutze seit 2 Jahren kein anorganischen Dünger mehr.
Eine Katastrophe für die Düngerfreaks wenn die EMA Sache richtig in Gang kommt.
Genau so eine Katastrophe droht den Ölzombies wenn jemand eine Bahnbrechende Erfindung in Sachen Stromspeicher und Elektroauto macht die das ganze drastisch verbilligt.


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jul 2013, 17:43 
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Registriert: Mo 6. Mai 2013, 19:43
Beiträge: 32
hab gerade eine Stunde in einem Forum für Fachlandwirte gekiebitzt.Thema war dort Biolit sinn oder Unsinn dort gigs richtig hart zur Sache ,die schenkten sich nichts .
waren alles Östereicher nur soviel Biolit geht in richtung Ca und Basaltmehl (Urgesteinsmehl) in richtung andere Minerale und Mg.
Basaltmehl ist ja Vulkanischen Ursprung ich recherchiere mal noch weiter. aufruf an alle macht mal mit ist bestimmt interssaant.
Im Urlaub auf Fuerteventura waren wir auch auf Lanzerote. Dort verwendet man Bigonasche für die wenige Landwirtschaft.
Die wird wie eine Mulchschicht aufgebracht und nimmt Nachts feuchtigkeit auf (Tau) und gibt sie am tag an den Boden darunter ab.
Bigon ist ja Vulkanasche also Tuff und zudem mit vielen Mineralien.So ähnlich wird es auch mit dem Basaltmehl sein oder?

Gruß Kohlenkrümel


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jul 2013, 18:19 
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Registriert: Fr 3. Jun 2011, 08:12
Beiträge: 77
wir verwenden Biolit schon seit mehr als 15 Jahren, über den Kompost gestreut, über die frisch hergerichteten Gartenbeete, in die Brennesseljauche.
Aber zum Thema Mist- hier geben wir immer auf die Mistschicht im Komposter etwas Erde und darauf das Biolit.
Besonders die Kompostwürmer scheinen die etwas gröbere Form des Steinmehles zu schätzen.
Was ich noch suche- Dolomitkalk, als Zugabe für den Komposter.
Ist scheinbar gar nicht so leicht zu finden.
Als Mistlieferanten haben wir einige Kaninchen und Wachteln.
Inzwischen wird keine Biomasse mehr verschwendet, alles wird auf Komposttauglichkeit überprüft.
Altes überständiges Gras, dickeres Astholz wird verkohlt, dünneres Zweigholz kommt geschreddert in den Komposter.
Pappe, Zeitungspapier kommt schon länger nicht mehr in die Papiertonne.


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jul 2013, 22:40 
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Registriert: Do 13. Jan 2011, 12:32
Beiträge: 109
Hallo !

Biolit kommt ja aus Österreich, Nähe Kitzbühel. Die Zusammensetzung ist ja hervorragend. Über 50 % Kieselsäure und viele andere wertvolle Mineralien. Kieselsäure ist ja wichtig für den Zellaufbau für Mensch, Tier und Pflanze. Was billigeres und effektiveres gibts ja gar nicht.
Ich streue meistens Diabassand, das ist die gröbere Version vom Biolit. Bekomme es von einem Landwirt, der es Lastzugweise bekommt. Da kann ich mir immer holen was ich brauche.

lg. elis


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Do 1. Aug 2013, 20:09 
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Registriert: Fr 31. Mai 2013, 15:44
Beiträge: 4
Hallo TP Freunde,
die Sache mit dem Urgesteinsmehl ist wirklich nicht ganz einfach. Man braucht es, aber die Produkte von Markenherstellern sind immer zu teuer. Wer einen Landwirt an der Hand hat ist da gut dran. Es gibt aber auch in manchem Lanwirtschaftshandel Urgesteinsmehl (meist Diabas) zu günstigen Preisen, weil gröbere Körnung. Zumindest ist es der halbe Preis vom Neudorfprodukt.
Gruß
Tester


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 Betreff des Beitrags: Re: ... Mist ...
BeitragVerfasst: Mi 2. Okt 2013, 20:32 
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Registriert: Mi 2. Okt 2013, 20:11
Beiträge: 3
Hab vor Jahren mein Gesteinsmehl vom Basalt-Schotterwerk geholt, erst bin ich auf den Hof gefahren, unter den Transportbändern lag der Staub in verschiedenen Körnungen. Als der Pförtner dann irgendwann Geld haben wollte, hab ich mir das Basaltmehl vom Straßenrand geholt, wo das Transportband über die Straße ging. Wie die Zusammensetzung ist, wusst ich nie genau, dem Garten hats aber gut getan. Hab mir jetzt vorgenommen, mir nochmal nen Sack voll zu holen, wenn das noch geht.
Gruß! Heiner


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